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Eskalation in Thailand: 35 Verletzte bei Angriff auf Regierungsgegner in Thailand

Eskalation in Thailand : 35 Verletzte bei Angriff auf Regierungsgegner in Thailand

Bei einem Angriff von Bewaffneten auf Demonstranten in Thailand sind 35 Menschen verletzt worden. Mit einem Pritschenwagen sollen die Angreifer am Samstag zu der Kundgebung des Demokratischen Reform-Komitees des Volkes in der Provinz Trat gekommen sein und mehrfach in die Menge geschossen haben. Zwei Sprengsätze explodierten.

Die Protestierenden hatten bewaffnete Wachen. Es war zunächst nicht klar, ob sie sich wehrten. Der Ort des Überfalls liegt etwa 300 Kilometer östlich von Bangkok.

Die Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra halten bereits seit drei Monaten an. Sie hatten sich an einem von der Regierung befürworteten Amnestiegesetz entzündet, das Yinglucks Bruder, dem früheren Regierungschef Thaksin Shinawatra, wohl eine Rückkehr aus dem Exil erlaubt hätte. Die Opposition sieht Yingluck als eine Marionette ihres Bruders, dem sie Korruption und Bestechung vorwirft. Die Familie ist in weiten Teilen der Mittelschicht von Bangkok und im Süden verpönt.

Die Opposition fordert den Rücktritt der Ministerpräsidentin. Yingluck hatte im Zuge der Proteste am 2. Februar eine vorgezogene Parlamentswahl abhalten lassen. Diese wurde jedoch von der Opposition boykottiert. Demonstranten blockierten 10.000 Wahllokale und hinderten so Millionen Bürger an der Abstimmung. Sie sollen nun am 20. und 27. April wählen können. Die Wahlkommission will Ergebnisse erst dann bekanntgeben, wenn alle Bürger abstimmen konnten.

(ap)