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Unregelmäßigkeiten bei Wahlen in Simbabwe: 305.000 Bürger an Wahlkabinen abgewiesen

Unregelmäßigkeiten bei Wahlen in Simbabwe : 305.000 Bürger an Wahlkabinen abgewiesen

Etwa 305.000 Bürger sind bei den umstrittenen Wahlen in Simbabwe in den Wahllokalen abgewiesen worden. Dies berichtete die nationale Wahlkommission am Donnerstag in Harare, ohne die Zahl näher zu erläutern.

Demnach waren etwa 3,5 der 6,4 Millionen Stimmberechtigten zur Wahl gegangen. Bürgerrechtsorganisationen hatten schon vor der Wahl bemängelt, dass sich bis zu einer Million vor allem junger Menschen in den Städten nicht in den offiziellen Wählerlisten wiederfinden würden. Präsident Robert Mugabe (89), der sein Land seit 1980 autoritär regiert, hatte bei der Wahl am 31. August mit 61 Prozent der Stimmen überraschend hoch gewonnen. Sein wichtigster Herausforderer, Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, erhielt 34 Prozent. Er will das Ergebnis wegen angeblichen Wahlbetrugs vor dem Obersten Gericht anfechten.

(dpa)