1. Politik
  2. Ausland

Irak: 22 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Irak : 22 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Mehrere Bombenanschläge haben am Donnerstagabend die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert und mindestens 22 Menschen das Leben gekostet.

Wie die Behörden mitteilten, ereigneten sich die Explosionen im Abstand von wenigen Minuten in belebten Vierteln der Stadt. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand, sie trugen den Angaben zufolge jedoch die für die Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) typischen Merkmale.

Am schlimmsten betroffen war der vorwiegend von Sunniten bewohnte nördliche Stadtteil Asamija. Dort explodierte nach Sonnenuntergang zunächst eine Autobombe, sie riss zwölf Menschen in den Tod. Minuten später detonierte nahe einem Markt im selben Viertel eine weitere Bombe, die sieben Menschen tötete.

Eine dritte Explosion erschütterte eine Einkaufsstraße in dem Stadtteil Aamirija, dabei kamen drei Menschen ums Leben. Insgesamt wurden mindestens 70 Menschen verletzt. Der Donnerstagabend ist unter Irakern eine beliebte Zeit, um auszugehen und das am Freitag beginnende Wochenende einzuleiten.

Die jüngste Serie von Anschlägen ereignete sich gut einen Monat vor den für 30. April geplanten Parlamentswahlen, es sind die ersten seit dem Abzug der US-Truppen Ende 2011.

Die vom sunnitischen Terrornetzwerk Al Qaida inspirierte ISIS benutzt häufig Autobomben und Selbstmordanschläge, um Ziele der schiitisch dominierten Regierung oder Zivilisten anzugreifen. Seit April 2013 hat die religiöse Gewalt im Irak wieder stark zugenommen, nachdem sie 2007 abgeebbt war.

(ap)