Berlin: Ausgaben für Bafög schnellen in die Höhe

Berlin: Ausgaben für Bafög schnellen in die Höhe

Immer mehr junge Menschen profitieren von staatlichen Hilfen für Ausbildung und Studium. Die Ausgaben für Bafög sind von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf fast 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2010 gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Bafög-Bericht hervor, der heute im Kabinett beraten werden soll.

Die Zahl der mit Bafög geförderten Schüler und Studenten stieg im gleichen Zeitraum um rund 60 000 auf nun 585 000 junge Leute. Das entspricht einem Zuwachs von 11,4 Prozent. Die Ausgaben für das Bafög sind nicht nur wegen einer gestiegenen Zahl von Berechtigten angewachsen. Anfang 2008 hatte die damalige große Koalition mit Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Fördersätze um zwei Prozent erhöht. Der Höchstsatz für Studierende liegt derzeit bei 670 Euro monatlich.

Im Durchschnitt erhalten Studenten 436 Euro pro Monat. Bei Schülern sind es 357 Euro. Wer überhaupt Bafög-berechtigt ist, hängt vom Einkommen der Eltern oder bei verheirateten Studenten vom Einkommen des Ehepartners ab.

Schüler werden voll bezuschusst, sie müssen also die staatliche Förderung nicht zurückzahlen. Studenten erhalten ihr Bafög zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als zinsfreies Darlehen, das sie nach dem Studium zurückzahlen müssen. Die Höchstgrenze für die Rückzahlung liegt bei 10 000 Euro. Finanziert wird das Bafög zu 65 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent von den Ländern.

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Nachdem die Regierung die Hürden für einen Bafög-Bezug im Ausland gesenkt hat, ist die Zahl der geförderten Studenten jenseits der deutschen Grenzen erheblich gestiegen. Ihre Zahl ist um 54 Prozent auf nun rund 43 000 Studenten in die Höhe gegangen.

Die Zahl der Bafög-Berechtigten ist auch wegen höherer Studentenzahlen gewachsen. Zudem hat die Bundesregierung die Altersgrenze für Masterstudierende auf 35 Jahre nach hinten verlegt. Weiterhin wurden die Freibeträge bei der Anrechnung des Elterneinkommens um drei Prozent erhöht.

(RP)
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