Asylland NRW

Der seit Wochen anhaltende Zustrom von Asylbewerbern vor allem aus Serbien und Mazedonien kommt jetzt in den Städten an Rhein und Ruhr an. Immer mehr Notunterkünfte werden benötigt, weil die vorhandenen Räumlichkeiten nicht ausreichen. Nach Köln und Neuss hat das NRW-Innenministerium jetzt auch Düsseldorf und Essen angehalten, schon in der kommenden Woche Notquartiere zu benennen. Das Land NRW ist von den bundesweit rapide steigenden Asylbewerberzahlen besonders betroffen, weil es aufgrund des traditionellen Verteilschlüssels 21 Prozent von ihnen – also jeden Fünften – aufnehmen muss.

Der neuerliche Ansturm dürfte vor allem auf den Wegfall der Visumpflicht und die Anhebung der Barleistungen zurückzuführen sein. Skrupellose Schlepper haben es leicht, den Menschen auf dem Balkan ein unbeschwertes Leben in Deutschland vorzugaukeln. Doch für reine Armutsmigration ist unser Asylrecht nicht gedacht. Es soll jenen Menschen eine sichere Bleibe verschaffen, die in ihren Heimatländern verfolgt werden und um ihr Leben bangen müssen. Für sie muss Deutschland auch weiterhin seine Tore offen halten. Für die anderen kann es nur Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort geben.

(RP)