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El-Kaida-Führer bei letzter Begegnung als topfit erlebt: Arzt bezweifelt Gesundheitsproblem Bin Ladens

El-Kaida-Führer bei letzter Begegnung als topfit erlebt : Arzt bezweifelt Gesundheitsproblem Bin Ladens

Lahore (rpo). Von Nierenversagen keine Spur: Ein pakistanischer Arzt hat Osama bin Laden ausgezeichnete Gesundheit bescheinigt. In seiner Klinik in Lahore erklärte Amer Asis, er habe den mutmaßlichen El-Kaida-Führer und einige Vertraute vor und nach dem 11. September 2001 behandelt.

Asis war unlängst einen Monat lang von Beamten der amerikanischen Kriminalbehörde FBI und des Geheimdienstes CIA verhört und erst vor wenigen Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Im AP-Gespräch wies er Vorwürfe zurück, wonach er der El Kaida bei der Beschaffung von Massenvernichtungswaffen geholfen habe. Auch habe er zu keinem Zeitpunkt etwas über die Pläne des Terrornetzwerks gewusst, betonte Asis.

Bin Laden habe er zwei Mal getroffen - zuerst 1999, nachdem sich der Terroristenführer beim Sturz von einem Pferd eine Rückverletzung zugezogen habe, und dann im November 2001, als einer seiner engsten Vertrauten ärztliche Behandlung benötigt habe.

Bei dieser letzten Begegnung - zwei Monate nach den Terroranschlägen von New York und Washington - sei ihm aufgefallen, in welch gutem Gesundheitszustand Bin Laden gewesen sei. Asis betonte, dass er vor seinem Eintreffen bei dem Kranken nicht gewusst habe, dass er Bin Laden persönlich treffen werde.

(RPO Archiv)