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Persönlich: Armin Laschet . . . löst sein Steuerproblem

Persönlich : Armin Laschet . . . löst sein Steuerproblem

Manchmal kommt es knüppeldick. Diese leidige Erfahrung musste vor einigen Monaten auch CDU-Landeschef Armin Laschet (54) machen. Wochenlang stand der Aachener wegen der sogenannten Notenaffäre unter Beschuss: Er hatte als ehrenamtlicher Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen mehr Klausurarbeiten benotet als tatsächlich geschrieben worden waren. Die Notizen, auf die er sich bei seiner offenbar recht freihändigen Notenvergabe berufen haben will, hat Laschet nach eigenem Bekunden vernichtet.

Das war alles schon peinlich genug. Doch dann kam auch noch dieses Steuerproblem dazu. Laschet hatte vor Jahren das Honorar für sein Buch "Die Aufsteiger-Republik" für einen wohltätigen Zweck gespendet und sich dafür eine Spendenquittung geben lassen. Es ging um rund 4000 Euro. Korrekt wäre gewesen, das Honorar als Einnahme steuerlich anzugeben, auch wenn davon kein Cent aufs eigene Konto geflossen ist. Eine solche Deklaration ist damals jedoch unterblieben, während die Spendenquittung eingereicht wurde.

Mit einer Art Selbstanzeige hat sich Laschet nach Bekanntwerden des Vorfalls an das Finanzamt Aachen gewandt. Das Ergebnis teilte der CDU-Politiker jetzt der Öffentlichkeit mit: "Das Finanzamt hat den Sachverhalt geprüft und einen geänderten Einkommenssteuerbescheid erlassen." Die fälligen Steuern habe er "inzwischen einschließlich Zinsen entrichtet." Alles in allem dürfte es um einen Betrag von rund 2500 Euro gegangen sein. Aus Laschets Umgebung wird versichert, dass keinerlei Buß- oder Strafgeld verhängt worden sei.

Mit dem Bescheid des Finanzamts, so mag Laschet hoffen, möge diese für ihn unangenehme Angelegenheit endlich aus der Welt geschafft sein. Allerdings wird der Polit-Profi ahnen, dass irgendwann irgendjemand diese Schublade wieder aufziehen wird, um ihm zu schaden. Spätestens dann, wenn sich der Landtagswahlkampf 2017 zuspitzt.

(RP)