Ein Mann in der indonesischen Hauptstadt getötet: Anschläge in Jakarta und Sulawesi

Ein Mann in der indonesischen Hauptstadt getötet : Anschläge in Jakarta und Sulawesi

Jakarta (rpo). Bei der Explosion einer Handgranate ist am Neujahrstag ein Bewohner der indonesischen Hauptstadt Jakarta ums Leben gekommen. Außerdem wurden auf der Insel Sulawesi mehrere Bombenanschläge verübt, bei denen drei Menschen verletzt wurden.

In der Hauptstadt verlor ein Mann ein Bein, als kurz vor Sonnenaufgang eine Handgranate vor einem Einkaufszentrum detonierte. Die Behörden erklärten, der Mann sei später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Drei Explosionen ereigneten sich kurz vor Mitternacht in der Hauptstadt der Provinz Sulawesi, Palu, als tausende Menschen auf den Straßen das neue Jahr begrüßen wollten. Eine Person wurde verletzt. Bei einer vierten Explosion vor einer Kirche wurden am Dienstagmorgen zwei Polizisten schwer verletzt. Augenzeugen erklärten nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Antara, Männer auf Motorrädern hätten Sprengsätze auf die Kirche geworfen.

Erst im Dezember hatten sich Christen und Moslems auf der Insel auf Friedensgespräche unter Vermittlung der Regierung geeinigt. Damit sollten die Gefechte zwischen den Religionsgruppen beendet werden, die bislang rund 1.000 Menschen das Leben kosteten. Vor einem Jahr waren bei Bombenanschlägen auf mehrere Kirche in Jakarta und anderen Städten 19 Menschen getötet worden.

(RPO Archiv)