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Angst um die Jobs

Angst um die Jobs

Eon in Düsseldorf, ThyssenKrupp in Krefeld und Bochum, der Stahlhändler Klöckner in Duisburg – die Region an Rhein und Ruhr ist von der Angst um Jobs geprägt. Und während sich einige immer noch in der vermeintlichen Sicherheit, Deutschland sei am besten durch die Krise gekommen, auf die Schulter klopfen, spüren wir bei Klöckner & Co. die ersten Ausläufer des Tiefs. Die Stahlbranche leidet unter einer konjunkturell bedingten Nachfrageschwäche, deren Dauer möglicherweise verlängert wird durch die globale Schuldenkrise und deren Ende schwer absehbar ist, weil die Kunden lieber ihre Lager leeren und somit Aufträge ausbleiben. Bis dato sandte die Krise ihre Botschaften immer in Form von gigantischen Schuldenbergen in den Krisenländern und Milliarden-Hilfspaketen für Griechenland und andere. Aber ein Fall wie KlöCo zeigt, dass das Misstrauen längst die Realwirtschaft erreicht hat.

Das ist die eine Erkenntnis aus den aktuellen Arbeitsplatz-Diskussionen. Die zweite wird gerade bei ThyssenKrupp sichtbar: Zwischen Kapital- und Arbeitnehmerseite gibt es immer häufiger Streit. Bei ThyssenKrupp droht eine Kampfabstimmung um den Stahl-Verkauf wie beim Handelskonzern Metro um den Chefposten. Die Fronten verhärten sich.

(RP)