„Krisenmodus“ ist das Wort des Jahres Das doppeldeutige Wort des Jahres

Meinung · „Krisenmodus“ hat nach Ansicht der Wiesbadener Sprachexperten das Jahr 2023 am stärksten geprägt. Das klingt erst einmal ernüchternd. Muss es aber nicht.

"Wort des Jahres" 2023: Krisenmodus & Co. - Übersicht der Wörter
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Das sind die Wörter des Jahres 2023

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Foto: dpa/Andrea Löbbecke

Es hat schon spannendere Wörter des Jahres gegeben als das, was die Deutsche Gesellschaft für Sprache (GfdS) für 2023 unter mehreren Tausend Kandidaten auserkoren hat: „Krisenmodus“. In „Zeitenwende“, welches die Wiesbadener Juroren im vergangenen Jahr auf den ersten Platz gehievt hatten, steckte ja noch eine gewisse Dynamik, eine Art „Auf geht’s!“. Zudem lag eine gewisse Überraschung darin, dass ein so kraftvoller Begriff ausgerechnet von einem Bundeskanzler stammte, der seinen Spitznamen „Scholzomat“ seinen sprechblasenähnlichen Statements verdankt. Selbst „Wellenbrecher“, das es im durchseuchten 2022 aufs Siegertreppchen schaffte, wohnte eine gewisse Wucht inne.