Nach der „Reichsbürger“-Razzia Staatsstreich oder Spinnerei?

Analyse | Düsseldorf/Berlin · 25 Festnahmen, diverse Waffenfunde und ein großer Umsturzplan: Die Aktionen der „Reichsbürger“ in Deutschland sind zwar gefährlich, aber bedrohen nicht unsere Demokratie. Das war nicht immer so, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

 Wie gefährlich sind „Reichsbürger“? Die Frage stellt sich spätestens seit dem Polizistenmord 2016.

Wie gefährlich sind „Reichsbürger“? Die Frage stellt sich spätestens seit dem Polizistenmord 2016.

Foto: dpa/Christophe Gateau

Der 19. Oktober 2016 war in vielerlei Hinsicht eine Zäsur in der Geschichte der wehrhaften Demokratie. Die Nachricht an diesem Tag aus Georgensgmünd, einem bis dato der Öffentlichkeit wohl unbekanntem bayrischen Ort nahe Nürnberg, schockierte die Bundesrepublik: „Ein sogenannter Reichsbürger schießt auf Polizisten“, lautete die Meldung, bei einer Razzia in dessen eigenem Haus.