#mitreden – die große Debatte der Schulen Neues Spiel, neues Glück beim Wettbewerb der digitalen Jugend

Düsseldorf · Mal selbst argumentieren wie bei Anne Will oder Maybrit Illner. Das ist möglich beim Debattenwettbewerb #mitreden der Rheinischen Post. Und Geld ist auch zu gewinnen. Anmelden zum Wettbewerb können sich alle Schulen im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung, die eine Oberstufe haben.

Die Finalisten beim vergangenen Debattenwettberb #mitreden im April im Düsseldorfer Landtag.

Die Finalisten beim vergangenen Debattenwettberb #mitreden im April im Düsseldorfer Landtag.

Foto: Anne Orthen (orth)/Anne Orthen (ort)

Es war spannend wie bei einem WM-Finale. „Soll die Nachhaltigkeit ins Grundgesetz?“ Über dieses Thema fetzten sich die beiden besten Teams des Schülerwettbewerbs #mitreden. Eine Stunde Vorbereitungszeit, dann ging es los – mitten im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf. Ein Feuerwerk der Argumente, sachlich, aber auch emotional kreuzten die beiden Teams ihre Klingen. Am Ende gewann die Gesamtschule Hardt aus Mönchengladbach – und strich 5000 Euro Gewinngeld ein. Gegen zwölf andere Schulen – Gymnasien, Gesamtschulen, Berufkollegs – hat sich das Debattenteam aus der Stadt des Bundesligisten durchgesetzt. Jetzt steht eine neue Runde um die begabtesten Debattenredner der Schulen im Rheinland und im Bergischen Land an. Der große Erfolg sprach für eine Fortsetzung des Wettbewerbs.

Debatten sind der Kern der Demokratie. Schlagfertigkeit, geschliffene Rede, zugespitzte Argumente die notwendigen Zutaten. Eine gute Ansprache kann Menschen mitnehmen, kann einer Sache den entscheidenden Impuls verleihen, verändert die Wirklichkeit. Große Reden haben Wahlen entschieden, Richtungswechsel eingeleitet, Menschen Hoffnung gegeben. Ein guter Politiker muss reden und argumentieren können, sonst findet er nur schwer Mehrheiten. Und davon lebt die Demokratie.

Gerade junge Leute lieben den produktiven Streit. Die Rheinische Post hat mit #mitreden einen Debatten-Wettbewerb unter Jugendlichen in der Region etabliert. Schülerinnen und Schüler sollen sich argumentativ mit Themen auseinandersetzen, die sie – egal ob Stadt oder Land – konkret betreffen. Über die Folgen des Energiepreisschocks, die lokalen Corona-Maßnahmen, aber auch die autofreie Innenstadt oder den neuen Yachthafen in einer Gemeinde. Es muss etwas sein, zu dem es kontroverse Meinungen gibt. So streitet die Stadt Düsseldorf über die neue Oper. Im Rheinischen Braunkohlerevier wollen die Grünen das Widerstandsdorf Lützerath aufgeben.

Streitthemen gibt es viele. Und gerade vor Ort kann man hervorragend lernen, wie Politik funktioniert. Und weil das Ringen um Lösungen im Wettbewerb erfolgt, sollen auch aus den Debatten der Schülerinnen und Schüler Sieger hervorgehen – wie bei „Jugend musiziert“ oder „Jugend forscht“. Unser Wettbewerb richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, egal ob Gymnasium, Fachoberschule, Gesamtschule oder Berufskolleg. Wir möchten aber auch die Lehrkräfte als Verantwortliche der betroffenen Schulen in der Region Düsseldorf/Neuss, am Niederrhein und im Bergischen Land (Verbreitungsgebiet der Rheinischen Post) dafür begeistern. Unter den Bewerbungen sucht dann unsere Redaktion gemeinsam mit dem Partner Evonik Industries, einem der bedeutendsten Chemiekonzerne Deutschlands, die acht besten Schulen aus. Dort soll der erste Rede-Wettstreit ausgetragen werden, in dem zwei Teams gegeneinander antreten.

Höhepunkt ist der #mitreden-Tag im nordrhein-westfälischen Landtag. Im Finale stehen die vier besten Teams, die dann um ein übergeordnetes Thema streiten – über Gaspreisbremse, den Pflegenotstand oder Waffenlieferungen in die Ukraine. Mit dabei sein werden prominente Politikerinnen und Politiker, der Evonik-Chef und der Chefredakteur der Rheinischen Post. Über den Sieger entscheidet eine hochrangige Jury.

Lust bekommen? Wer mitmachen will, kann sich bis zum 31. Oktober über die Internet-Adresse rp-mitreden.de anmelden. Dort finden sich das Formular. Der Sieger des Wettbewerbs erhält 5000 Euro, der Zweitplatzierte 3000 Euro, die beiden Halbfinalisten bekommen je 1000 Euro. Die Rheinische Post berichtet ausführlich über den Wettbewerb – lokal wie überregional.

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