Politik plädiert für Kleinbahn zum Solinger Heidebad

Freibad in Solingen : Politik plädiert für Kleinbahn zum Heidebad

Freibad hat trotz des guten Sommers mit Minus abgeschlossen. Sportausschuss lässt prüfen, wie man mehr Besucher gewinnt.

Der Sportausschuss ist am Dienstagabend einstimmig einem CDU-Prüfantrag an die Verwaltung in Sachen bessere Anbindung des Heidebads für Besucher gefolgt. Das soll, wenn möglich, mit einem „elektrisch betriebenen Kleinbus oder einer schienenbezogenen Kleinbahn“ geschehen. Die Zustimmung sei erfolgt, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses, Ernst Lauterjung (SPD), weil man dringend etwas zur Attraktivierung des städtischen Freibades in Ohligs unternehmen müsse.

Ob sich das aber alles schnell umsetzen lasse, da ist Sozialdemokrat Lauterjung skeptisch. Er verweist vielmehr  auf die Jahre 2022 oder 2023. „In der mittelfristigen Finanzplanung sind für das Heidebad nicht unerhebliche Mittel vorgesehen“, so Lauterjung.

Der Prüfauftrag soll allerdings ausloten, ob man das nicht früher realisieren könne, was sich CDU und damit die anderen Parteien für das Bad wünschen. Die Solinger Christdemokraten ziehen ein eher nüchternes Fazit zur Situation in der Ohligser Heide: „Das Heidebad benötigt dringend ein Alleinstellungsmerkmal. Alleine die Tatsache, dass es sich in einem sehr schönen Naturumfeld befindet, reicht nicht mehr aus“, war aus der Partei zu hören. Für den Pendelverkehr sieht die CDU den Idealfall in einer Kleinbahn wie im Kölner Rheinpark. Auch ein Kleinbus komme infrage, der die Bushaltestellen Teichstraße und Schwanenstraße mit dem Eingang des Heidebads vernetze, so die Union.

Handlungsbedarf bestehe auch finanziell, begründeten Frank Schütz als sportpolitischer CDU-Sprecher und der CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Voigt ihren Antrag im Ausschuss. Das Bad habe trotz des heißen Sommers 2018 und 46.000 Besuchern in diesem Jahr erneut rund eine viertel Million Euro Verlust gemacht.

Daher müsse die Verwaltung auch prüfen, ob man weitere Spiel- und Spaßattraktionen in der Heide  schaffen könne, war sich der Sportausschuss einig. Der Antrag zählt eine Wasserkletterwand im oder am Becken, eine attraktivere Wasserrutsche, einen Spielbach für Kinder mit der notwendigen Höhendifferenz und eine Luftsprudelplatte im Becken als Möglichkeiten auf. Ergebnisse würden in der ersten Sitzung des Sportausschusses im kommenden Jahr erwartet, erklärte der Vorsitzende Lauterjung.