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Start-up Loribox: Second-Hand-Kinderkleidung im Netz kaufen

Gründerzeit - der Start-up-Podcast : Diese Neusserin will, dass weniger Babykleidung in den Müll kommt

Ein funktionierender Kreislauf für Second-Hand-Kleidung - das ist das Ziel von Manuela Dörr mit ihrem Start-up. Im Podcast erzählt sie, wie ein Wohnwagen sie im Studium gerettet hat und warum sie bei „Loribox“ auf ein großes Team verzichtet.

Wie finde ich schnell und einfach schöne Kinderkleidung aus zweiter Hand für mein Baby? Ohne Flecken, ohne Löcher und idealerweise noch in einem Stil, der mir gefällt? Diese Frage stellte sich Manuela Dörr nach der Geburt ihres Sohnes vor vier Jahren. Und gründete kurzerhand ein Unternehmen, um das Problem zu lösen.

„Ich hatte selbst so viel Kinderkleidung zu verkaufen, die wir nicht mehr brauchten“, erzählt sie in dieser Episode unseres Start-up-Podcasts Gründerzeit. „Da habe ich einfach mal ein Paket ins Netz gestellt und gar nicht groß Werbung gemacht. Und irgendwann hat es jemand gekauft.“ Da wusste Dörr: Die Idee kann funktionieren.

Das Prinzip ihres Start-ups Loribox basiert auf dem Konzept einer zirkulären Wirtschaft. Wenn wir mit etwas durch sind, geben wir die Überreste wieder in den Konsumkreislauf. Die Gegenstände, die wir nicht mehr brauchen, werden von anderen weiterverwendet oder recycelt. Möglichst wenig wird einfach vernichtet.

Die besten Kundinnen seien die, sagt Manuela Dörr, die ihr einen riesigen Karton Kleidung schickten und mit dem Gutschein, den sie dafür bekommen, wieder neue Kleidung bestellten. Denn im Grunde bräuchten wir jahrelang keine Kleidung mehr zu produzieren, so viel befinde sich im Umlauf und eingelagert in den Kellern.

Loribox ist bereits Dörrs zweite Gründung. Beim ersten Versuch arbeitete sie mit zwei Partnern zusammen. Mit Loribox hat sich Dörr bewusst für eine Solo-Gründung entschieden. "Ich wollte auf jeden Fall alleine sein und das alles selber entscheiden könne," erklärt Manuela Dörr.

Mit Loribox, das sie vor gut eineinhalb Jahren gegründet hat, hat sie gerade erneut einen Pitch-Wettbewerb gewonnen. Jetzt ist die Frage: Was tun mit dem gewonnenen Geld? "Jeden Tag habe ich 50 Aufgaben, von denen ich nur zwei erledigen kann", sagt sie. Jetzt schaut sie, was sie davon delegieren kann. "Es gibt da draußen so viele Menschen, die viele dieser Aufgaben besser bewältigen könnten als ich."

Auch wenn ihre vorherigen Erfahrungen sie zur Vorsicht mahnen: Vielleicht ist es jetzt doch erneut Zeit für ein Team? Die ganze Geschichte von Loribox und Manuela Dörr hören Sie in dieser Episode des Gründerzeit-Podcasts.

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