Gründerzeit - der Start-up Podcast Wie die Ankerkraut-Gründer heute auf den Deal mit Nestlé schauen

Düsseldorf · Gewürzmischungen aus der Manufaktur: Stefan und Anne Lemcke haben ihr Hamburger Startup Ankerkraut mit einem unbändigen Willen zum Wachstum aufgebaut. Im Gründerzeit-Podcast erzählen sie, wie der Tod von Stefans Eltern sie aufrüttelte und wie sie mit dem Shitstorm nach dem Verkauf an Nestlé umgegangen sind.

Wer steckt hinter Ankerkraut?

Der Gewürzmischungs-Shop Ankerkraut wurde gegründet vom Ehepaar Stefan und Anne Lemcke. Sie starteten 2013 in der eigenen Küche.

Was ist an Ankerkraut so besonders?

Als Stefan Lemcke seiner Frau Anne vorschlug, sich mit dem Verkauf hochwertiger Gewürze selbstständig zu machen, war sie alles andere als begeistert - zumal sie gerade mit dem zweiten Kind schwanger war. Doch Stefan überzeugte sie: Der Wahl-Hamburger war in in Ost-Afrika aufgewachsen. Dort hatte er gelernt, Gewürze zu trocknen, eigene Mischungen herzustellen und damit zu kochen.

Anne sorgte für die schöne Verpackung und so ging der Gewürzshop online, in dem vor allem erst mal Freunde und Bekannte kauften. Als dann fremde Besteller im Shop auftauchten, war der Anfang gemacht.

Warum war Ankerkraut erfolgreich?

Ankerkraut funktionierte, weil die ganze Familie dahinterstand: Stefan und Anne Lemcke kümmerten sich rund um die Uhr um die Firma, während Stefans Eltern sich um die Kinder kümmerten. Als sie im Frühjahr 2016 in die dritte Staffel der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ eingeladen wurden, verbuchten sie bereits Millionenumsätze. Doch erst der Deal mit Frank Thelen und der Einstieg in den lokalen Einzelhandel brachte den ganz großen Durchbruch.

Warum wurde Ankerkraut verkauft?

Doch dann zerbrach das Familienidyll: Stefans Eltern verstarben. Auf einer Reise versuchten die Lemckes, mit der neuen Realität zurecht zu kommen. Was dann folgte, beschreiben sie heute als Befreiungsschlag. Sie verkauften ihr Start-up an den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Für diesen Mega-Exit bezahlte Ankerkraut jedoch mit einem gewaltigen Shitstorm.

Hier gibt es mehr Geschichten über die Gründerszene in NRW

Die Rheinische Post berichtet seit Jahren in der Rubrik "Gründerzeit" über spannende Geschichten und Personen aus der Start-up-Szene in NRW. Sie wollen nichts verpassen? Dann ist vielleicht auch unser wöchentlicher Newsletter etwas für Sie. Dieser erscheint jeweils freitags und fasst kompakt die wichtigsten Themen der Woche zusammen. Der Newsletter ist kostenlos und kann hier abonniert werden.

Wie kann man den Gründerzeit-Podcast hören?

Den Gründerzeit-Podcast finden Sie in jedem Podcast-Programm. Dazu suchen Sie einfach nach "Gründerzeit", zum Beispiel bei Spotify, Apple Podcasts oder Google Podcasts. Außerdem können Sie den Gründerzeit-Podcast direkt hier im Player hören. Sie sind neu in der Podcast-Welt? Dann haben wir hier eine ausführliche Anleitung für Sie.

Sie haben Lust auf weitere Podcasts der Rheinischen Post? Hier werden Sie fündig!

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema