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Reparatur im Weltall: Untersuchungen an Discovery gehen weiter

Reparatur im Weltall : Untersuchungen an Discovery gehen weiter

Houston (rpo). Einen Spatziergang im All machten am Montag zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery". In dem Einsatz wurde ein defektes Gyroskop zur Steuerung der Internationalen Raumstation (ISS) ausgetauscht. Der Amerikaner Stephen Robinson und der Japaner Soichi Noguchi brauchten etwa sieben Stunden, um das alte, 300 Kilogramm schwere Rad von der Größe einer Waschmaschine durch ein neues zu ersetzen.

"Die Aussicht ist unbezahlbar", sagte Noguchi während des Einsatzes. "Ich kann den Mond sehen." Das alte Gyroskop funktionierte schon seit 2002 nicht mehr. Bei ihrem ersten Einsatz am Samstag hatten die beiden Astronauten bereits ein weiteres der insgesamt vier Gyroskope wieder an die Stromversorgung angeschlossen, das seit März nicht mehr.

Wenn die "Discovery" am Samstag wieder von der ISS ablegt, sollen nach dem Willen der US-Raumfahrtbehörde NASA erstmals seit drei Jahren wieder alle vier Gyroskope gleichzeitig in Betrieb sein. Sie steuern und stabilisieren die ISS.

Vor ihrer Rückkehr in die Raumstation nahmen Robinson und Noguchi aus einer Werkzeugkiste an der Außenseite der ISS Geräte für eine weitere Reparatur mit, die möglicherweise vor dem Rückflug der "Discovery" erforderlich wird. Die Ingenieure sind besorgt über zwei Streifen Füllmaterial, die von der Unterseite des Shuttles zwischen Hitzeschutzkacheln herabhängen.

Es besteht die Gefahr, dass sich das Material beim Wiedereintritt des Shuttles in die Erdatmosphäre entzünden könnte. Umstritten ist, ob eine Reparatur überhaupt nötig ist und wie hoch das Risiko eines solchen Einsatzes wäre. Erwogen wird er für Mittwoch.

Der stellvertretende Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale, sagte, es würden weitere technische Informationen benötigt. Geprüft werden müsse auch, ob bei einem Einsatz nicht noch größerer Schaden angerichtet werden könne. In den 24 Jahren seit Beginn der Flüge mit US-Raumfähren waren Astronauten noch nie an der Unterseite des Shuttles im Einsatz.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Notreparatur im All

(afp)