Monströse Vielfraße: Unheimliche Schwarze Löcher machen Milchstraße unsicher

Monströse Vielfraße : Unheimliche Schwarze Löcher machen Milchstraße unsicher

Chicago (RPO). Schwarze Löcher sind die gefräßigsten Gebilde, die man in den Weiten des Alls findet. US-Wissenschaftler sind jetzt hunderten von ihnen auf die Spur gekommen, die unsichtbar und mit rasender Geschwindigkeit durch unsere Milchstraße vagabundieren und alles verschlingen, was sich ihnen in den Weg stellt - restlos.

Bei dem unheimlichen Phänomen handele es sich um die "Schurken unter den Schwarzen Löchern", urteilen die Astronomen von der Vanderbilt University in Nashville. Ihr Appetit sei maßlos: Sie könnten ganze Planeten und Sterne verschlucken.

Für die Erdbewohner bestehe aber wenig Grund für akute Sorge, beruhigten die Wissenschaftler. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Schurkenlöcher hier in der Lebenszeit unseres Universums irgendwelchen Schaden anrichten werden", sagte die Astronomin und Studienautorin Kelly Holley-Bockelmann. "Ihr Gefahrenradius ist mit einigen hundert Kilometern winzig, und in unserer Nachbarschaft gibt es Dinge, die viel gefährlicher sind."

Den Forschern zufolge bestehen die "Schurkenlöcher" aus einer "Zwischenmasse", die durch die Verschmelzung schwarzer Löcher in Kugelsternhaufen entsteht.

Durch die Energie der Verschmelzung würden die Löcher mit einer Geschwindigkeit von 4000 Kilometern pro Sekunde aus ihren Heimat-Sternenhaufen geschleudert, um dann ohne Anbindung an ein Sternensystem frei durch den Raum zu düsen. Die Phänomene sind weitgehend unsichtbar; ihre Existenz ist vor allem theoretisch nachzuweisen.

(afp2)