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Stephen Hawking hilft bei Suche nach Außerirdischen

"Breakthrough Listen" : Physik-Genie Hawking hilft bei der Suche nach Aliens

Physik-Genie Stephen Hawking unterstützt die Suche nach außerirdischem Leben. Der Starwissenschaftler stellte sich am Montag hinter die Initiative des russischen Milliardärs Juri Milner, die intelligentes Leben im Weltraum finden soll.

Milner finanziert das Projekt mit 100 Millionen Dollar (rund 92 Millionen Euro). "Es gibt keine größere Frage", sagte der unter der Nervenkrankheit ALS leidende Hawking mit Hilfe seiner Computerstimme. "Wir sind intelligent, wir leben, wir müssen die Antwort kennen."

Das Projekt arbeitet mit Hochleistungs-Teleskopen und stützt sich auf die Forschungsplattform Seti@Home von der kalifornischen Universität Berkley. Seti@Home verteilt die Rechenlast von "Breakthrough Initiatives" auf die Computer von mehr als neun Millionen Freiwilligen weltweit. Mit dem so entstehenden "Superrechner" und den Teleskopen können nach Angaben der Wissenschaftler an einem Tag so viele Daten erhoben werden wie zuvor innerhalb eines Jahres.

Mit der Innovationskraft des Silicon Valley könnten die Milchstraße und 100 benachbarte Galaxien untersucht werden, sagte Unternehmer Milner, der sein Vermögen mit Facebook-Aktien verdiente. "Der Umfang unserer Forschung wird von beispiellosem Ausmaß sein - eine Million benachbarte Sterne, das Zentrum der Milchstraße und Hunderte benachbarte Galaxien."

Das von Milner über zehn Jahre finanzierte Projekt werde transparent und die Ergebnisse würden auf der ganzen Welt zugänglich sein, kündigte er an. Die Wissenschaftler sind sich jedoch einig, dass die Suche nach außerirdischem Leben voraussichtlich länger als ein Jahrzehnt dauern wird.

(dpa)