Privater Raumtransporter: Start der "Dragon"-Kapsel abgebrochen

Privater Raumtransporter : Start der "Dragon"-Kapsel abgebrochen

Unmittelbar vor dem Abheben ist am Samstag der Start eines neuen privaten Versorgungsschiffs zur Internationalen Raumstation ISS wegen technischer Probleme abgebrochen worden.

Drei Sekunden vor dem geplanten Start zündeten die Triebwerke der Falcon 9-Trägerrakete, die Computer an Bord schalteten sich aber automatisch ab. Die Rakete der US-Firma Space Exploration Technologies (SpaceX) blieb inmitten einer Abgaswolke auf der Abschussrampe stehen.

Sogar der erfahrene Nasa-Konmmentator für Raketenstarts, George Diller, war überrumpelt. "Drei, zwei, eins, null, Start", verkündete er, bevor er merkte, dass die Rakete nicht abgehoben hatte. "Wir haben einen Abbruch. Der Start ist nicht erfolgt", sagte Diller daraufhin.

Raketenkonstrukteur Elon Musk machte für das Problem einen leicht erhöhten Druck in der Brennkammer eines Triebwerks verantwortlich. "Wir werden die Grenzwerte für einen Countdown in den kommenden Tagen anpassen."

Das nächste Startfenster ergibt sich am kommenden Dienstag. SpaceX peilt bei seinen Startversuchen jeden dritten Tag als Zeitpunkt an, um Treibstoff zu sparen, sollte es zu einem Problem beim Rendezvous mit der ISS kommen. Der geplante Start des Versorgungsschiffs war der erste Versuch einer privaten Firma, Fracht und letztlich auch Astronauten zur Raumstation zu bringen. Das Projekt wird von der US-Raumfahrtbehörde NASA technisch und finanziell unterstützt.

Rund 1000 Gäste von SpaceX und Nasa wollten den Beginn dieser neuen Ära am frühen Samstagmorgen am Weltraumbahnhof Cape Canaveral mitverfolgen. Die Enttäuschung unter ihnen war groß, vor allem, weil das Wetter für den Start perfekt war und es auch zuvor kein Problem beim Countdown gegeben hatte.

(dapd)