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SpaceX-Start verschoben: Schlechtes Wetter verhindert Raketenstart zur ISS

Wegen schlechten Wetters : Start von Astronauten in SpaceX-Raumkapsel zur ISS verschoben

Es sollte ein historischer Tag für die Raumfahrt werden, am Ende machte jedoch schlechtes Wetter einen Strich durch die Rechnung von Nasa und SpaceX. Die nächste Chance für den Start von „Crew Dragon“ gibt es am Samstag.

Aufgrund schlechter Wetterbedingungen ist der bemannte Raumflugtest zweier US-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS („Demo-2“) verschoben worden. Der Start war weltweit mit Spannung erwartet worden.

Rund eine Viertelstunde vor dem geplanten Start wurde der Test am Mittwoch vorerst abgesagt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Eigentlich hätte die „Falcon 9“-Trägerrakete am Mittwochnachmittag (Ortszeit, 22.33 Uhr deutscher Zeit) vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida starten sollen

Dort waren dunkle Wolken zu sehen und es regnete. Am Morgen tobte ein Gewitter, das US-Hurrikanzentrum warnte vor einem Tropensturm. Der Wettervorhersage zufolge hatte die Chance auf einen Start zuvor bei 60 Prozent gelegen, wie die Nasa mitgeteilt hatte. Ein nächster Startversuch soll laut dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX am Samstagabend um 21.22 Uhr deutscher Zeit stattfinden. Online begleitet wurden die Ereignisse auch vom deutschen Astronauten Alexander Gerst.

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Er wünschte seinen beiden Kollegen per Kurznachrichtendienst Twitter kurz vor dem Abbruch des Starts eine „gute Reise“. Der „Crew Dragon“ sei „ein Beispiel, wie eine Zusammenarbeit zwischen dem staatlichen und dem privaten Sektor am Boden und auf dem Weg in den Weltraum funktionieren kann“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Pascale Ehrenfreund.

Die US-Raumfahrer Robert „Bob“ Behnken und Douglas „Doug“ Hurley sollen in einer „Crew Dragon“-Raumkapsel von SpaceX zur Internationalen Raumstation starten – rund neun Jahre nachdem zuletzt Astronauten von den USA aus zu der Raumstation gestartet waren.

Die Mission wäre nicht nur für das Unternehmen von Firmengründer Elon Musk ein Meilenstein. Für die Nasa würde ein Erfolg mehr Unabhängigkeit von russischen Sojus-Raketen bedeuten. Die US-Raumfahrtbehörde hatte ihr Shuttle-Programm 2011 wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken eingestellt. Seitdem fliegen die US-Astronauten mit russischen Raketen zur ISS.

(hebu/dpa/AFP)