Frühlingssternbilder am Himmel: Sonne, Mond und Sterne im März

Frühlingssternbilder am Himmel : Sonne, Mond und Sterne im März

Hamburg (rpo). Im März stehen die Zeichen auf Frühling. Auch am Sternenhimmel. Am 21. des Monats um exakt 2 Uhr morgens kreuzt die Sonne den Himmelsäquator und wechselt von der Süd- auf die Nordhälfte der Himmelskugel. Besonders hell erstrahlen Jupiter, Venus und Saturn am Firmament.

Am 21. tritt somit die Tagundnachtgleiche ein. Der Ort, an dem die Sonne den Himmelsäquator überschreitet, heißt Frühlingspunkt.

In der Nacht vom 29. auf den 30. März erfolgt wiederum die Umstellung auf Sommerzeit. Die Uhren werden um 2.00 Uhr morgens um eine Stunde vorgedreht. Die Sommerzeit geht im Vergleich zur Weltzeit um zwei Stunden vor.

Kurz vor Frühlingsbeginn erreicht unser Nachbar im Weltall seine Vollmondposition. Exakt um 11.34 Uhr am 18. steht der Mond der Sonne genau gegenüber. In der Vollmondnacht vom 17. auf den 18. ist die hell glänzende Mondscheibe im Sternbild Löwe zu sehen. Einen Tag nach Vollmond erreicht der Erdtrabant mit 359 820 Kilometer seine geringste Entfernung von uns. Schon am 3. tritt um 3.35 Uhr die Neumondphase ein, am 7. steht der Mond in Erdferne, wobei ihn 405 380 Kilometer von uns trennen.

In der Nacht vom 14. auf den 15. wandert der zunehmende Mond nördlich am Riesenplanet Jupiter vorbei. Jupiter ist mit Abstand das hellste Gestirn am Nachthimmel - vom Mond abgesehen natürlich. Er zieht die Blicke aller Sterngucker auf sich und ist kaum zu übersehen. Mit Einbruch der Dunkelheit steht der Riesenplanet schon hoch im Süden. Zur Zeit wandert er rückläufig durch das Sternbild Krebs auf den offenen Sternhaufen Krippe zu. Der Krebs ist allerdings ein recht lichtschwaches Sternbild und an unserem licht- und luftverschmutzten Nachthimmel kaum mehr mit bloßen Augen zu erkennen.

Erst am Morgenhimmel bekommt Jupiter Konkurrenz durch die hell strahlende Venus. Der Morgenstern verkürzt allerdings seine Sichtbarkeitsdauer im Laufe des Monats, da es immer früher hell wird.

Ein zweiter, heller Planet ziert gegenwärtig noch den Abendhimmel. Im Stier erkennt man Saturn, den Ringplaneten. Schon in einem bescheidenen Fernrohr kann man ab etwa dreißigfacher Vergrößerung den um die Saturnkugel freischwebenden Ring erkennen. Nach wie vor ist der Ringplanet ein auffälliges Objekt am Himmel der ersten Nachthälfte. Am 11. erhält er Besuch vom zunehmenden Halbmond, der nördlich an Saturn vorbeizieht.

Mars kann am Morgenhimmel erspäht werden. Der Rote Planet wandert rechtläufig, also in der gleichen Richtung wie die Sonnenbewegung erfolgt, durch das Sternbild Schütze und passiert in der ersten Märzwoche den Winterpunkt der Sonnenbahn. Die Marshelligkeit nimmt um eine halbe Größenklasse zu, womit er deutlich heller wird als der rote Stern Antares im Skorpion, der zu den Sternen erster Größenklasse zählt. Merkur hält sich mit der Sonne am Taghimmel auf und bleibt nachts unsichtbar.

Am 26. kommt die Vesta - Kleinplanet Nummer 4 - in Gegenschein zur Sonne. Die meisten dieser Himmelskörper, auch Planetoiden genannt, umkreisen die Sonne zwischen der Mars- und der Jupiterbahn. Vesta wird so hell, dass man sie bei idealen Sichtverhältnissen theoretisch mit bloßen Augen sehen kann. Bei unseren eher schlechten Sichtbedingungen ist auf alle Fälle ein gutes Fernglas und eine genaue Sternkarte erforderlich, um Vesta im Sternbild Jungfrau aufzustöbern. Am besten, man lässt sich auf einer Sternwarte Vesta zeigen. Aber auch im Teleskop erkennt man lediglich ein Lichtpünktchen und keinesfalls Einzelheiten auf ihrer zernarbten Oberfläche.

Auch am abendlichen Sternenhimmel wird nun deutlich, dass der Winter seinen Abschied nimmt. Die Winterbilder haben sich in die westliche Himmelshälfte zurückgezogen. Im Südwesten sind deshalb die meisten hellen Sterne zu sehen. Leicht ist in dieser Gegend die Gestalt des Orion zu erkennen. Der Himmelsjäger schickt sich gerade an, von der Himmelsbühne abzutreten. Tief am Südwesthorizont funkelt der bläuliche Sirius, hellster Nachbarstern unserer Sonne. Hoch im Westen sind die Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux zu sehen sowie die gelbliche Kapella im Fuhrmann. Fast senkrecht über unseren Köpfen sind die sieben Sterne des Großen Wagens auszumachen.

In der östlichen Himmelshälfte sind bereits die prominenten Frühlingssternbilder erschienen, nämlich Löwe, Bootes und Jungfrau. Die drei hellsten Sterne dieser Bilder heißen Regulus, Arktur und Spica. Sie bilden das so genannte Frühlingsdreieck.

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