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"Progress" bringt Treibstoff und Nachschub: Russischer Weltraumfrachter dockt an ISS an

"Progress" bringt Treibstoff und Nachschub : Russischer Weltraumfrachter dockt an ISS an

Trotz anfänglicher Probleme hat ein russisches Versorgungsraumschiff wie geplant am Freitag an der Internationalen Raumstation ISS angedockt.

Der mit 2,5 Tonnen Treibstoff und Versorgungsgütern beladene "Progress"-Frachter sei mit der ISS verbunden, sagte ein Nasa-Vertreter während einer Live-Übertragung des Manövers im Internet. Der Frachter war am Mittwoch mit einer Sojus-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe ins All gestartet. Eine für das Andockmanöver installierte Antenne hatte sich bei Tests zunächst nicht öffnen lassen. Das für Freitag geplante Andocken war aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt worden.

Das Manöver verlief im automatischen Modus und dauerte fast zehn Minuten, etwas länger als normal. Hätte das Problem mit der Antenne angedauert, hätten Besatzungsmitglieder der ISS ins Weltall hinaussteigen müssen, um selbst Hand anzulegen. Die russischen Kosmonauten Roman Romanenko und Pawel Winogradow, die das Manöver kontrollierten, waren laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen darauf eingestellt.

Neben Treibstoff, Sauerstoff und Wasser versorgt der "Progress"-Frachter die ISS-Besatzung auch mit Lebensmitteln. "Es gibt Äpfel, Pampelmusen, Zitronen und Zwiebeln", sagte ein Vertreter des russischen Instituts für Weltraummedizin, Alexander Agurejew, laut der Nachrichtenagentur Interfax. "Und wir schicken eine Sonderbestellung: Würstchen mit Knoblauch und Paprika." Das Frachtschiff soll Abfall von der ISS mitnehmen. Es soll am 11. Juni die ISS verlassen und dann in der Erdatmosphäre verglühen.

(AFP/felt)