Nach vier Wochen im All „Orion“-Kapsel der Mondmission „Artemis 1“ zurück auf der Erde

Los Angeles · Die „Artemis“-Mission der Nasa soll eines Tages wieder Menschen auf den Mond bringen. Jetzt ist die „Orion“-Kapsel nach einem fast vierwöchigen unbemannten Testflug erfolgreich zurück auf der Erde gelandet.

 Die Kapsel kurz vor der Landung.

Die Kapsel kurz vor der Landung.

Foto: AFP/JOSE ROMERO

Nach rund vier Wochen im All ist die unbemannte „Orion“-Kapsel der Nasa-Mondmission „Artemis 1“ zurück auf der Erde. Die Kapsel landete am Sonntagabend im Pazifik vor der Küste Mexikos, wie auf Live-Bildern der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war. Mithilfe von Spezialisten, Tauchern und Booten soll „Orion“ nun in den Hafen von San Diego gebracht werden. Die Testmission gilt als wichtiger Schritt für die Rückkehr von Menschen auf den Mond.

Schon vor der Landung hatte Nasa-Chef Bill Nelson die „Artemis“-Testmission als „außergewöhnlichen Erfolg“ bezeichnet. Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten Programm „Artemis“ sollen in den kommenden Jahren wieder US-Astronauten auf dem Mond landen, darunter erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person.

Auf einen ersten bemannten Flug („Artemis 2“) um den Mond herum soll ein weiterer bemannter Flug inklusive Mondlandung („Artemis 3“) folgen. Die bislang letzten Menschen hatte die Nasa 1972 mit der „Apollo 17“-Mission auf den Mond gebracht. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den „Apollo“-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.

Gestartet war „Artemis 1“ - nach Kostenexplosionen und immer neuen Verschiebungen - am 16. November mit der Rakete „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Rund vier Wochen lang konnten dann alle geplanten Meilensteine abgehakt werden: Vorbeiflug am Mond, Einschwenken in die Umlaufbahn des Mondes, Ausschwenken aus der Umlaufbahn des Mondes, weiterer Vorbeiflug am Mond - und nun: Landung. Auch die Europäische Raumfahrtagentur Esa und Raumfahrtagenturen mehrerer anderer Länder sind an „Artemis“ beteiligt.

(csi/dpa)
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