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Neumond 2022 im Juli: Wann ist der nächste Neumond? - Datum & Bedeutung

Mondkalender 2022 : Wann ist der nächste Neumond 2022?

Ob Neumond, Sichel, Voll- oder Halbmond – die verschiedenen Mondphasen wiederholen sich rund alle 29,5 Tage. Bei Neumond steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Wir erklären, wann der nächste Neumond ist und was der Unterschied zwischen Vollmond und Neumond ist.

Was ist ein Neumond?

Während der Zeit des Neumonds steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Tagsüber steht er dann am Himmel, ist aber für uns nicht zu sehen, „weil auf der uns zugewandten Mondseite gerade Nacht ist“, erklärt die Europäische Raumfahrtorganisation ESA auf ihrer Internetseite. Unter Astronomen wird dies als die Konjunktion des Mondes mit der Sonne bezeichnet, das heißt, der Erdtrabant steht zwischen Erde und Sonne. Während des Neumondes reflektiert die Tagesseite der Erde Licht auf die ihr zugewandte dunkle Seite des Mondes, wodurch die Silhouette des kompletten Mondes auch bei Sichelmonden sichtbar ist. Doch tagsüber wird dies durch das Sonnenlicht absorbiert.

Der Neumond bildet die erste der vier primären Mondphasen im Zyklus des Mondes. Diese Phasen werden auch Hauptphasen genannt. Als zweite Phase folgt der zunehmende Halbmond im ersten Viertel, dann folgen der abnehmende Halbmond im dritten Viertel und der Vollmond.

Zwischen diesen Hauptphasen zählen die Astronomen noch vier zusätzliche sekundäre Mondphasen: den zunehmenden Sichelmond, den zunehmenden Dreiviertelmond, den abnehmenden Dreiviertelmond und den abnehmenden Sichelmond.

Der Neumond ist eigentlich unsichtbar, doch wenn Sonne, Mond und Erde eine perfekte Linie bilden und sich der Erdtrabant aus Sicht der Erde vor die Sonne schiebt, spricht man von einer Sonnenfinsternis. Dies ist im Jahr zwei- bis dreimal der Fall, wenn sich der Neumond nahe eines Mondknotens befindet, dem Ort, an dem sich die Bahnebene der Erdumlaufbahn um die Sonne in der Ekliptik mit der Bahnebene der Mondumlaufbahn um die Erde kreuzt.

Eine Sonnenfinsternis ist nur bei Neumond möglich, eine Mondfinsternis bei Vollmond. Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde ihren Schatten vollständig auf den Mond wirft, sie also zwischen Sonne und Mond steht. Der Mond steht dann im Kernschatten der Erde. Das ist der dunkelste Schatten der Erde und wird auch Umbra genannt.

Eine totale Mondfinsternis wird auch „Blutmond“ genannt, weil der Mond durch das von der Atmosphäre der Erde auf ihn geleitete Sonnenlicht rot gefärbt wird. Dies hat mit der Lichtbrechung und der Partikel in der Erdatmosphäre zu tun.

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Die nächste, in Deutschland sichtbare Mondfinsternis ist erst wieder am 20. Dezember 2029.

Im Kalender wird der Neumond durch einen schwarzen Kreis symbolisiert, und man spricht von einem Superneumond, wenn sich der Mond während der Neumond-Phase am nächsten zur Erde befindet. Er ist dann allerdings unsichtbar. Beim Supervollmond befindet sich der Vollmond dann ebenfalls in Erdnähe, wodurch der Vollmond dann besonders hell und groß am Himmel zu sehen ist.

Das Gegenteil des Superneumonds ist der Mini- oder Mikroneumond, der entsteht, wenn sich der Mond bei Neumond am erdfernsten Punkt seines Orbits befindet. Befindet sich der Mond während der Vollmondphase am erdfernsten Punkt seiner Umlaufbahn (Apogäum), spricht man vom Mikro-Vollmond oder Minimond.

Der Neumond spielt vor allem im jüdischen und islamischen Kalender eine große und wichtige Rolle. So markiert diese Mondphase den Beginn eines neuen Monats, dabei achten die Juden und Muslime weniger auf den Neumond an sich, sondern auf das Neulicht, also die Phase, wenn direkt nach Neumond eine dünne Mondsichel am Abendhimmel zu sehen ist. Da der islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist, ist es entscheidend, dass der Sichelmond zu sehen ist. Beim jüdischen Kalender hingegen wird die Sichelphase mathematisch berechnet, hierbei handelt es sich um einen lunisolaren Kalender. Das Gegenteil des Neulichts ist das sogenannte Altlicht, wenn die Mondsichel kurz vor der Neumondphase zu sehen ist.

Da der Mond eigentlich dunkel ist, nutzt er das reflektierte Sonnenlicht, um von der Erde aus sichtbar zu sein. Dies geschieht immer, außer bei der Mondfinsternis, wenn der Mond im Schatten der Erde liegt. Die verschiedenen Mondphasen sind ein Produkt unserer sich täglich ändernden Perspektive, auf der wir auf den Mond schauen. Vollmond ist die vollständig beleuchtete Mondoberfläche, Halbmond die Hälfte und Neumond die Nachtseite, die dunkle Seite des Monds.

Dabei schauen die Erdenbürger stets nur auf eine Seite des Mondes. Diese ist immer dieselbe. Die sprichwörtlich sogenannte „dunkle Seite des Mondes“, wie sie auch im berühmten Pink Floyd-Album auftaucht, ist der Erde immer abgeneigt und war bis vor wenigen Jahren gänzlich unbekannt und eine Quelle für viele Legenden und Spekulationen. Diese dunkle Seite bekommen die Menschen auf der Erde niemals direkt zu sehen, trotzdem ist sie nicht immer "dunkel", denn wenn wir Vollmond haben, ist sie dunkel, bei Neumond reflektiert sie jedoch das Sonnenlicht.

Doch warum sehen wir diese Seite des Mondes niemals direkt von der Erde aus? Das hat etwas mit den Gravitationskräften von Erde und Mond zu tun. Diese Kräfte verhindern, dass sich die beiden Himmelskörper unabhängig voneinander im All bewegen oder drehen. Es findet durch die physikalischen Gesetze eine Bremswirkung statt. So dreht sich der Mond bei seinen Umrundungen der Erde immer gleich schnell um sich selbst. Durch diese Stabilität sehen wir immer nur dieselbe Seite.

Auf dem Mond gibt es wie auf der Erde auch Tag und Nacht. Bei Neumond scheint die Sonne auf die erdabgewandte Seite des Erdtrabanten, bei Vollmond ist die Rückseite des Mondes im Schatten und dunkel. Die Tage und Nächte sind auf dem Mond jedoch viel länger als auf der Erde und dauern jeweils rund zwei Wochen. Das liegt daran, dass sich der Mond langsamer bewegt und sich dementsprechend langsamer um sich selbst dreht. Die Erde hingegen benötigt dafür nur 24 Stunden.

Durch Satellitenaufnahmen kennen wir die Rückseite des Mondes mittlerweile jedoch und dort befinden sich - wer hätte etwas anderes vermutet - jede Menge Krater. Ein besonders großer Krater befindet sich in der Nähe des Südpols des Mondes. Das South-Pole-Aitken-Becken auf der Rückseite des Mondes zeugt von einem gewaltigen Einschlag auf dem Erdtrabanten vor mehreren Milliarden Jahren auf dem damals noch jungen Mond.

Wie oft kommt es zu einem Neumond?

Der Mondzyklus beträgt im Durchschnitt circa 29,5 Tage, es gibt jedoch Variationen, die sich über das Jahr hinweg verteilen. Dieser Zyklus ist kürzer als ein Kalendermonat. So gibt es Monate, die zwei Neumonde haben, manche sind jedoch ohne Neumond.

Neumond-Kalender: Wann ist der nächste Neumond?

Die nächsten Termine für das Jahr 2022 sind laut Mondkalender an folgenden Tagen:

  • 28. Juli 2022
  • 27. August 2022
  • 25. September 2022
  • 25. Oktober 2022
  • 23. November 2022
  • 23. Dezember 2022

Was ist der Unterschied zwischen Vollmond und Neumond?

Beim Vollmond leuchtet das Sonnenlicht die der Erde zugewandte Mondhälfte vollständig aus, sodass der Mond als runde, helle Scheibe an Nachthimmel zu sehen ist. Der Vollmond geht immer abends auf und morgens unter. Von einem Supermond spricht man, wenn der Vollmond in seiner Umlaufbahn die erdnächste Position erreicht hat. Dann erscheint er riesig am Himmel, ein wunderschöner und respekteinflößender Anblick.

Von einem Neumond spricht man hingegen, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht. Er befindet sich dann für einen Teil der Menschen auf der gegenüberliegenden Seite der Erde und ist nicht sichtbar.

Interessant am Mondkalender ist die Tatsache, dass der Vollmond zwar immer abends auf- und morgens untergeht, egal wo man sich auf der Erde befindet. Doch in manchen Phasen erscheint der Vollmond im Mondkalender zu einer Zeit am Tag, wenn die Sonne am Himmel steht. Dies liegt daran, dass die Definition des Vollmondes vorsieht, dass sich der Mond aus Sicht der Sonne auf der gegenüberliegenden Seite der Erde befindet und Sonne, Erde und Mond eine Linie bilden. Er steht dann für eine Seite der Erde sichtbar am Himmel, für die andere Hälfte jedoch unterhalb des Horizonts. Trotzdem gilt nun offiziell Vollmond, überall auf der Erde, unabhängig von Ortszeiten und Zeitzonen. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Phasen des Neumondes.