Neues aus dem Weltraum Mysteriöse Nebel im All

Düsseldorf · Astronomen haben mehr als 100 Planetarische Nebel in der zentralen Ausbuchtungunserer Galaxie untersucht. Dabei stellten sie fest, dass die schmetterlingsförmigen Mitglieder dieser kosmischen Familie auf eine rätselhafte Weise ausgerichtet zu sein scheinen – ein überraschendes Ergebnis.

Spektakuläre Fotos: Schwarze Löcher, ferne Galaxien, sterbende Sonnen
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Schwarze Löcher, ferne Galaxien, explodierende Sonnen

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Astronomen haben mehr als 100 Planetarische Nebel in der zentralen Ausbuchtungunserer Galaxie untersucht. Dabei stellten sie fest, dass die schmetterlingsförmigen Mitglieder dieser kosmischen Familie auf eine rätselhafte Weise ausgerichtet zu sein scheinen — ein überraschendes Ergebnis.

Der letzte Lebensabschnitt eines Sterns wie unserer Sonne endet mit dem Abstoßen seiner äußeren Schichten, wodurch Objekte entstehen, die als Planetarische Nebel bezeichnet werden. Diese bilden eine Fülle an wunderschönen und atemberaubenden Formen.

Eine Unterart dieser Nebel, die als bipolare Planetarische Nebel bezeichnet wird, erscheint als geisterhafte Sanduhr oder Schmetterling um seinen Mutterstern.

Alle der jetzt untersuchten Nebel sind an verschiedenen Orten entstanden und besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Weder die einzelnen Nebel, noch die Sterne aus denen sie entstanden sind, konnten jemals miteinander wechselwirken.

Dennoch zeigt nun eine neue Studie, durchgeführt von Astronomen von der University of Manchester, überraschende Ähnlichkeiten zwischen manchen dieser Nebel: Viele von ihnen sind am Himmel auf gleiche Art und Weise ausgerichtet.

Die Astronomen haben 130 planetarische Nebel im sogenannten Bulge untersucht, der zentralen Verdickung der Milchstraße. Sie haben drei verschiedene Typen identifiziert und sich deren Eigenschaften und Erscheinungsbild genau angeschaut.

Durch riesige Gasjets geformt

"Während zwei dieser Populationen wie erwartet vollkommen zufällig am Himmel ausgerichtet waren, wies die dritte Population — die bipolaren Nebel — eine erstaunliche Präferenz für eine bestimmte Ausrichtung auf", erläutert Albert Zijlstra, der an der Studie beteiligt war.

Man geht davon aus, dass Planetarische Nebel durch die Rotation des Sternsystems, aus dem sie entstehen, geformt werden. Diese hängt von den Eigenschaften des jeweiligen Systems ab — wie zum Beispiel, ob es ein Doppelsternsystem ist oder ob sich Planeten auf Umlaufbahnen um den Stern befinden. Beide Merkmale können die Form der abgestoßenen Blase stark beeinflussen.

Die bipolaren Nebel gehören zu den extremsten Formen und werden vermutlich durch Gasjets verursacht, die Masse aus dem Doppelsternsystem senkrecht zu dessen Umlaufbahn ausstoßen.

Während die Eigenschaften ihrer Vorgängersterne in der Tat diese Nebel formen, deutet dieser neue Fund auf einen anderen rätselhaften Einflussfaktor hin.

Neben diesen komplexen stellaren Eigenschaften kommen noch jene unserer Milchstraße in Frage: Der gesamte zentrale Bulge rotiert um das galaktische Zentrum. Durch seine Magnetfelder könnte dieser einen stärkeren Einfluss auf unsere gesamte Milchstraße haben als bisher gedacht.

Die Astronomen weisen darauf hin, dass starke Magnetfelder, die während der Bildung des Bulge präsent waren, das geordnete Verhalten der Planetarische Nebel verursacht haben könnten.

Da sich solche Nebel in unserer Nähe nicht auf so geordnete Weise ausrichten, müssen die Magnetfelder um ein Vielfaches stärker gewesen sein als in unserer heutigen Nachbarschaft.

(csr)
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