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Mondkalender 2021: Wann ist Vollmond im Februar 2021?

Vollmond 2021 : Der Mond und seine Reise um die Erde

Um den Mond ranken sich viele Mythen. Wir erklären, was es mit dem Blue Moon auf sich hat, wann eine Mondfinsternis auftritt und wann der nächste Vollmond ansteht.

Ob Neumond, Sichel, Voll- oder Halbmond – die verschiedenen Mondphasen wiederholen sich rund alle 29,5 Tage. Bei Vollmond bescheint die Sonne die gesamte, erdzugewandte Mondseite und lässt den Erdbegleiter hell erleuchten.

Was ist ein Vollmond?

Außer der Sonne ist der Mond der auffallendste Himmelskörper, der von der Erde aus sichtbar ist. Er umkreist die Erdkugel in einer Entfernung von etwa 384.000 Kilometern und kommt dem blauen Planeten dabei mal etwas näher, mal ist er weiter weg. Das liegt an der elliptischen Bahnform, die für Himmelskörper in einem Schwerefeld allgemein die Regel ist. Perfekte Kreisbahnen sind dagegen selten. Allen Bahnformen liegt die sogenannte Drehimpulserhaltung, eine Erhaltungsgröße der Physik, zugrunde.

Die ideale Form der Bahnellipse des Erdbegleiters wird durch Störeffekte mehr oder weniger stark beeinflusst. Das sind zum Beispiel die Abplattung der Erde, die distanzabhängige Schwerkraftwirkung von Sonne und Planeten und eine inhomogene Massenverteilung im Erdinnern. Tief unterhalb der Erdkruste ist die Erdmasse ungleichmäßig verteilt, so dass die Anziehungskraft unseres Planeten in einigen Regionen geringfügig stärker wirkt als in anderen.

Mit einem Durchmesser von 3.476 Kilometern ist der Erdtrabant der fünftgrößte der insgesamt 205 Monde, die alle Planeten unseres Sonnensystems insgesamt haben. Lediglich drei der vier großen Jupitermonde sowie Titan, ein Saturnmond, sind größer. Der Erdbegleiter hat deutlich weniger Masse als unser blauer Planet und übt nur ein Sechstel der irdischen Anziehungskraft aus. Stünde ein 60 Kilogramm schwerer Mensch auf dem Mond, würde er sich dort so fühlen, als wöge er 10 Kilogramm und könnte damit viel höher und weiter springen.

Von der Erdoberfläche aus ist immer dieselbe Seite des Mondes zu sehen. Das liegt daran, dass sich der Himmelskörper genau einmal um sich selbst dreht, während er unseren Planeten einmal umkreist. Erste Bilder der Rückseite funkte die sowjetische Mondsonde Lunik III im Jahr 1959, doch mit ihren eigenen Augen sahen Menschen erstmals die erdabgewandte Seite, als Weihnachten 1968 die Besatzung von Apollo 8 den Erdbegleiter umrundete.

Der Mond ist mal als Sichel, mal nur halb und mal als leuchtende, vollständige Scheibe zu sehen. „Als Vollmond bezeichnet man den Mond, wenn für uns seine erdzugewandte Seite der Sonne gegenübersteht und somit voll ausgeleuchtet wird“, erklärt Dr. Manfred Gaida, Astronom und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn-Oberkassel. „Meist steht der Mond dabei räumlich etwas über oder unterhalb der Ebene, in der die Erde die Sonne umläuft.“ Vollmond ist nur in der Nacht möglich, da sich Mond und Sonnengestirn auf gegenüberliegenden Seiten der Erdkugel befinden müssen. Daher geht der Vollmond genau dann am Horizont auf, wenn die Sonne auf der anderen Seite untergeht.

Wie oft kommt es zu einem Vollmond?

Bereits seit vielen Jahrhunderten bestimmen die sogenannten Mondphasen das Leben der Menschen. Sie bildeten beispielsweise die Grundlage für landwirtschaftliches Handeln und für die Einteilung des Jahres in Monate. Dem Vollmond werden zudem besondere Kräfte zugesprochen. So sollen beispielsweise während Vollmondzeiten geschlagene Weihnachtsbäume ihre Nadeln sehr lange behalten.

Der Vollmond ist eine der vier Mondphasen. Dabei stehen Sonnengestirn und Erdbegleiter in Opposition zu einander. Von der Erdoberfläche aus gesehen befinden sie sich also in entgegengesetzten Richtungen. In genau dieser Konstellation wird die uns zugewandte Seite des Trabanten vollständig von der Sonne beleuchtet und erreicht ihre maximale Helligkeit. Ein im Winter häufig vorkommender, hoch stehender Vollmond kann bei klarem Himmel die Erde sogar so hell erleuchten, dass mit dem menschlichen Auge Farben wahrgenommen werden können. Die Helligkeit beträgt bis zu 0,25 Lux und damit in etwa das 250-fache einer sternklaren Neumondnacht.

Vollmond-Kalender: Wann ist der nächste Vollmond?

Während seines Umlaufs um die Erde ist von unserem himmlischen Begleiter unterschiedlich viel zu sehen. Je nach Konstellation kommt es zu einem Voll- oder Neumond. Gelegentlich sind auch Phänomene wie der Supermond zu beobachten. Einen Überblick über die Mondphasen geben sogenannte Mondkalender.

Einige Menschen interessieren sich nur aus Neugier dafür, wann eine vollständig, hell erleuchtete Mondscheibe am Himmel zu sehen ist. Andere wiederum richten alltägliche Aufgaben wie Haareschneiden oder bestimmte Gartenarbeiten nach den Mondphasen. Viele Menschen glauben zudem, dass sie in Vollmondzeiten schlechter schlafen.

Die Termine für das Jahr 2021 sind laut Mondkalender an folgenden Tagen:

  • Samstag, 27. Februar 2021, 09:19 Uhr
  • Sonntag, 28. März 2021, 20:49 Uhr
  • Dienstag, 27. April 2021, 05:33 Uhr
  • Mittwoch, 26. Mai 2021, 13:15 Uhr
  • Donnerstag, 24. Juni 2021, 20:41 Uhr
  • Samstag, 24. Juli 2021, 04:38 Uhr
  • Sonntag, 22. August 2021, 14:03 Uhr
  • Dienstag, 21. September 2021, 01:56 Uhr
  • Mittwoch, 20. Oktober 2021, 16:58 Uhr
  • Freitag, 19. November 2021, 09:59 Uhr
  • Sonntag, 19. Dezember 2021, 05:37 Uhr

Die Zeiten entsprechen der jeweils gültigen Mitteleuropäischen Zeit bzw. Mitteleuropäischen Sommerzeit.

Wie oft gibt es einen Vollmond?

In der Regel tritt das Phänomen nur einmal im Monat auf. „Die Vollmondphase wiederholt sich rund alle 29,5 Tage“, erklärt Dr. Manfred Gaida vom DLR. Den Zeitraum von einem Vollmond zum nächsten bezeichnet man als synodische Umlaufszeit des Erdtrabanten. „Diese Umlaufzeit spielt in allen Kalendern eine Rolle, die keine reinen Sonnenkalender sind. Ein Beispiel ist der Gregorianische Kalender, in dem der Lauf des Mondes für die Bestimmung des jährlichen Ostertermins relevant ist.“

Im Jahr 2020 gab es 13 Mal einen Vollmond am Himmel zu bewundern. Im Oktober zeigte sich das Lichtspektakel gleich zwei Mal. Das liegt daran, dass ein gesamter Mondphasenzyklus etwas kürzer ist als ein kalendarischer Monat.

Wie viele Tage liegen zwischen zwei Vollmonden?

Der Trabant umkreist unseren Planten auf einer elliptischen Umlaufbahn und nimmt nach rund 29,5 Tagen (genauer: 29 Tagen, 12 Stunden und 43 Minuten) wieder seine Ausgangsposition in Bezug zum Sonnengestirn ein. Die veränderliche Zeitspanne für diesen Umlauf bezeichnen Astronomen auch als Lunation oder als synodische Periode.

Die Lunationsdauer wird in der Regel von einem Neumond zum nächsten gemessen. Sie kann sich um mehr als drei Stunden im Vergleich zum vorherigen Mondlauf unterscheiden, über ein Jahrzehnt hinweg treten auch Unterschiede von über 13 Stunden auf. Der Durchschnittswert für eine Lunation liegt bei 29,53 Tagen und wird auch synodischer Monat genannt. So kehrt auch der Vollmond in etwa alle 29,53 Tage wieder.

Welche Mondphasen gibt es?

Im Laufe eines Monats wechseln die Lichtgestalten des Erdbegleiters. In der Umgangssprache werden Neumond, zunehmender und abnehmender Mond sowie der Vollmond unterschieden. Der gesamte Zyklus dauert durchschnittlich 29,5 Tage. Er entspricht damit in etwa der Länge eines Kalendermonats.

Die in der Astronomie übliche Zählung beginnt mit dem Neumond. In dieser Phase steht der Trabant zwischen Erde und Sonnengestirn. Die Menschen schauen dann auf die erdzugewandte, jedoch nicht beschienene Seite. In dieser Phase steht der Erdbegleiter zudem am hellen Taghimmel und ist daher nicht zu erkennen. Der Neumond geht in etwa bei Sonnenaufgang auf und am Abend wieder unter. Sichtbar wird er nur, wenn eine Sonnenfinsternis auftritt und er die Sonnenscheibe ganz oder teilweise bedeckt. Das war beispielsweise am 14. Dezember 2020 in Südamerika zu sehen.

Zwischen der Neumond- und der Vollmondphase nimmt die Mondsichel langsam zu. Die sogenannte Neulichtsichel ist nur kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Einige Tage später steht die zunehmende Mondsichel abends so hoch, dass sie bis Mitternacht am Horizont beobachtet werden kann. Eine Woche nach dem Neumond zeigt sich der sogenannte Halbmond schon am Nachmittag und geht erst gegen Mitternacht unter.

Nach zwei Wochen ist der Vollmond zu sehen. Er geht in der Abenddämmerung auf und in der Morgendämmerung wieder unter. So ist er die ganze Nacht sichtbar – im Sommer etwa acht Stunden und im Winter bis zu 16 Stunden. Im Anschluss an die Vollmondphase nimmt die Mondsichel wieder ab. Sie geht dann gegen Mitternacht auf und gegen Mittag unter.

Wie kommt es zu den Mondphasen?

Der Erdbegleiter wird jederzeit von der Sonne ganz beschienen, außer bei einer Mondfinsternis, wenn er durch den Erdschatten zieht. Da er selbst nicht leuchtet, wird stets nur eine Hälfte seiner Oberfläche erhellt. Je nach Position des Himmelskörpers in seiner elliptischen Umlaufbahn um die Erde sieht ein Betrachter auf der Erde unterschiedlich viel von dieser angestrahlten Hälfte.

Die Mondphasen üben auch einen Einfluss auf das menschliche Leben und die Umwelt aus. So bestimmt beispielsweise die Position der Himmelskörper die Stärke der Gezeiten. In der Literatur wird zudem ein Zusammenhang zu verschiedenen Lebenssituationen hergestellt. Viele Menschen glauben, dass sie in Vollmondzeiten schlechter schlafen können. Wissenschaftlich erwiesen ist dieses Phänomen jedoch nicht. Der Neumond hingegen steht symbolisch für einen Neuanfang, daher wird ihm eine spirituelle Bedeutung zugewiesen.

Was ist der Supermond?

Die Mondphasen treten unabhängig vom Abstand des Trabanten auf seiner Umlaufbahn zur Erde auf. „Weil der Mond auf einer leicht elliptischen Bahn um die Erde zieht, variiert die Distanz zwischen Erde und Mond. Genauer gesagt zwischen den Mittelpunkten beider Himmelskörper“, erklärt Dr. Manfred Gaida vom DLR. „Das bedeutet, dass der Mond im Verlauf eines sogenannten anomalistischen Monats von 27,5 Tagen mal näher und mal weiter von uns entfernt ist.“ Minimal sind es 356.400 Kilometer, maximal 406.700 Kilometer. „Fällt die Vollmondphase dabei in den Zeitraum, in dem die Distanz minimal wird, so sprechen wir seit geraumer Zeit von einem Supermond, da dann die scheinbare Größe und die Helligkeit des Erdtrabanten maximale Werte erreichen“, beschreibt der Experte das Phänomen.

Der Unterschied der Werte eines Supermondes zu denen eines Mondes in Erdferne lässt sich allerdings kaum mit dem bloßen Auge feststellen. „Was die Größenverhältnisse betrifft, ist es so, als würde man eine Ein- und eine Zwei-Euromünze hintereinander an einer weißen Wand in 2,70 Meter Entfernung betrachten und versuchen einen Unterschied festzustellen“, gibt Dr. Manfred Gaida ein anschauliches Beispiel. Die Differenz ist für Beobachter mit dem bloßen Auge kaum zu bemerken. Erst Fotos offenbaren die Schwankungen des Vollmonddurchmessers.

Was ist ein Blue Moon?

Die synodische Umlaufzeit unseres Trabanten ist mit rund 29,5 Tagen kürzer als ein Länge eines Monats mit 30 oder 31 Tagen. „Es kann es dazu kommen, dass während eines Kalendermonats – außer im Februar – zwei Vollmonde stattfinden“, erklärt Dr. Manfred Gaida vom DLR. „Den zweiten Vollmond nennt man Blue Moon, also Blauer Mond. Der Ursprung dieses Begriffs ist im angelsächsischen Raum anzusiedeln.“

So bezeichnet der Spruch „Once in a blue moon“ im englischen Sprachraum ursprünglich ein sporadisch auftretendes, sehr seltenes Ereignis. Im 19. Jahrhundert wurde der Ausspruch in den USA mit astronomischen Ereignissen in Verbindung gebracht, als die Mondphasen in der Landwirtschaft eine große Rolle spielten. Dabei nummerierte man die Vollmonde der jeweiligen Jahreszeit durch. Aufgrund des Unterschieds zwischen dem synodischen und dem Kalendermonat können in einer Jahreszeit vier Vollmondphasen auftreten. Die vierte wird heute noch in der Astronomie als Blue Moon bezeichnet.

Durch eine Fehlinterpretation entstand im letzten Jahrhundert die heute übliche Definition, dass ein „blauer Mond“ der zweite Vollmond in einem Kalendermonat ist. Dies passiert nur etwa 41 Mal in einem Jahrhundert – im Schnitt alle 2,4 Jahre.

Was ist eine Mondfinsternis?

Sonnenfinsternisse faszinieren die Menschheit seit jeher. Früher galten sie mitunter als bedrohlich, heute ist die Ursache allgemein bekannt. Auf seiner Bahn um die Erde schiebt sich der Mond vor die Sonne und verdunkelt sie einige Minuten lang. Der Mondschatten trifft auf die Erde.

Eine Mondfinsternis verläuft nach dem gleichen Prinzip. Bei diesem Phänomen schiebt sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn zwischen Mond und Sonne. Der Kernschatten unseres Planeten wandert dann über den Trabanten. Experten erklären das Phänomen wie folgt: „Ereignet sich der Vollmond, wenn er den sonnenfernen Schnittpunkt von Erd- und Mondbahnebene durchläuft, tritt eine Mondfinsternis ein“, weiß Dr. Manfred Gaida. „Das geschieht zwei- bis viermal pro Jahr.“ Da der Durchmesser der Erde etwa viermal größer ist als der seines Mondes, ist auch der Schatten des blauen Planeten viermal größer. In der Folge dauert die Finsternis auf der Mondoberfläche länger. Übrigens kann eine Mondfinsternis von jedem Punkt der Erdoberfläche aus verfolgt werden, wo der Mond oberhalb des Horizonts steht und sichtbar ist.

Bei einer totalen Mondfinsternis tritt der Trabant vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Dann nimmt die Vollmondscheibe eine bräunliche bis orange-kupferrote Farbe an. Dies galt in der Antike als Zeichen der Götter, die vom Himmel aus in das irdische Geschehen eingriffen. Heute ist bekannt, dass die Ursache für die Färbung darin liegt, dass das langwellige rote Licht der Sonnenstrahlen von Teilen der Erdatmosphäre gebrochen und in Richtung der Oberfläche des Erdbegleiters gelenkt wird. Die kurzwelligen blauen Lichtwellen hingegen werden in der irdischen Lufthülle gestreut. Staub und Aerosole verstärken die satte Farbe. Ein Vollmond während einer totalen Kernschattenfinsternis wird daher wegen der Färbung auch als „Blutmond“ bezeichnet.

Darüber hinaus ereignen sich sogenannte partielle Mondfinsternisse. Dabei zieht der Erdbegleiter einige Stunden teilweise durch den Kernschatten der Erdkugel und wird auch nur partiell verdunkelt. Die in den Kernschatten eingetauchte Oberfläche nimmt zum Teil die rötlich-bräunliche Farbe an, wie man sie von totalen Mondfinsternissen kennt.

Oft nur mit einem Fernglas erkennbar sind die Ereignisse, bei denen nur der Halbschatten der Erdkugel auf den Trabanten fällt. Das ist zu Beginn und Ende jeder Mondfinsternis der Fall, dabei wird der Erdbegleiter lediglich leicht angegraut. Erst wenn etwa zwei Drittel der Mondscheibe in den Halbschatten des blauen Planeten eingetreten sind, lässt sich der Grauschleier mit dem Auge erkennen.

Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Im 21. Jahrhundert finden insgesamt 228 Mondfinsternisse statt. Dabei gibt es 78 Jahre mit jeweils nur zwei Ereignisse dieser Art. Das ist die minimal mögliche Anzahl innerhalb eines Jahres. Die theoretisch maximal möglichen fünf Finsternisse in einem Jahr treten im 21. Jahrhundert nicht auf. Je vier gibt es allerdings in den Jahren 2009, 2020, 2038, 2056, 2085 und 2096.

Besonders spannend sind zentrale totale Finsternisse mit dunklem Schatten und langer Dauer. Dazu gehörte auch die längste Finsternis des Jahrhunderts vom 27. Juli 2018 mit einer Dauer von 1:42 Stunden.