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Reise "schwierig, aber möglich": Merbold: Mars-Mission "Herausforderung des 21. Jahrhunderts"

Reise "schwierig, aber möglich" : Merbold: Mars-Mission "Herausforderung des 21. Jahrhunderts"

Köln (rpo). Die nächste große Herausforderung der Menschheit im All ist eine bemannte Reise zu unserem Nachbarplaneten Mars. Nach Meinung des deutschen Astronauten Ulf Merbold wäre eine solche Mission mit den heutigen technischen Mitteln schwierig, aber dennoch zu bewerkstelligen.

"Wenn die Industrienationen sich gemeinsam vornehmen würden, ein solches Projekt zu starten, wäre das möglich", sagte Merbold am Donnerstag in einem dpa-Gespräch.

Wichtig sei aber, bessere Antriebssysteme zur Beschleunigung der Reise zu entwickeln. "Mit der heutigen Technologie würde die gesamte Reise mit einem kurzem Aufenthalt auf dem Mars zwei Jahre dauern", sagte Merbold.

In naher Zukunft müsse auch am Aufbau der internationalen Raumstation ISS gearbeitet werden. "Ich bin froh, dass mit der Raumstation das fortgeführt wird, was wir damals begonnen haben", sagte Merbold. Zum ersten Mal arbeiteten Amerikaner und Russen wie auch Wissenschaftler aus anderen Nationen zur Fertigstellung des Weltraumlabors zusammen.

"Ein riesiges Problem ist, dass uns das Shuttle nicht zur Verfügung steht. Aber Probleme sind dazu da, um sie zu lösen", sagte Merbold. Die Shuttle-Flüge waren im Februar nach dem "Columbia"- Unglück mit sieben Toten vorläufig gestoppt worden.

"Raumfahrt ist ein Unterfangen an der Machbarkeitsgrenze. Das ist nicht vergleichbar mit der Herstellung von Bierflaschen - das ist keine Routine", sagte der 62-Jährige. Der gebürtige Thüringer ist mit 55 Tagen der deutsche Astronaut, der am längsten im Weltall war.

Hier geht es zur Infostrecke: Bilder der Erde vom Mars aus