1. Panorama
  2. Wissen
  3. Weltraum

ISS: So voll war es seit Jahren nicht mehr

Elf Menschen zeitgleich im Orbit : So voll war es seit Jahren nicht mehr auf der ISS

Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS ist auf elf Personen angewachsen und damit so groß wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Und vor der Luke sind gleich zwei Dragon-Kapseln nebeneinander geparkt.

Am Samstag dockten vier Astronauten mit einer wiederverwendeten Kapsel der privaten Raumfahrtfirma SpaceX an die ISS an und stießen zu der bestehenden Besatzung dazu. Mit so vielen an Bord brauche die Raumstation bald eine Erweiterung, scherzte der Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA, Josef Aschbacher.

Als die Nasa noch mit ihren Space Shuttles zur ISS flog - das Programm wurde 2011 eingestellt -, wurde es auf der ISS immer wieder mal eng. Zu einem Zeitpunkt waren sogar 13 Besatzungsmitglieder an Bord des Weltraumlabors, der bisherige Rekord. Durch die nun regelmäßigen SpaceX-Flüge soll es auch in Zukunft wieder zu Überlappungen und dadurch größeren Besatzungen kommen, durch die die alte Crew die neue einweisen könne, sagte der amtierende Nasa-Chef Steve Jurczyk.

 Die vier neu hinzugekommenen Astronauten vor dem Start: Thomas Pesquet (l-r), Megan McArthur, Shane Kimbrough und Akihiko Hoshide.
Die vier neu hinzugekommenen Astronauten vor dem Start: Thomas Pesquet (l-r), Megan McArthur, Shane Kimbrough und Akihiko Hoshide. Foto: dpa/Spacex

Am Samstag kamen Shane Kimbrough und Megan McArthur aus den USA, Thomas Pesquet aus Frankreich und Akihiko Hoshide aus Japan neu auf die ISS. Sie sollen dort sechs Monate bleiben. Die Besatzung ist die dritte, die SpaceX binnen weniger als einem Jahr für die Nasa zur ISS fliegt. Diesmal setzte der Privatkonzern allerdings zum ersten Mal eine wiederaufbereitete Rakete und Kapsel ein, um Astronauten für die US-Raumfahrtbehörde zu befördern.

„Wir sind so begeistert, euch an Bord zu haben“, funkte ISS-Kommandeurin Shannon Walker. Alle elf quetschten sich zusammen, um anschließend in einem Video-Telefonat mit dem Weltraumagenturen auch im Bildausschnitt zu sein.

So eng bleiben wird es auf der ISS aber nur bis zum Mittwoch. Dann machen sich vier Raumfahrer aus den USA und Japan wieder auf den Heimweg zur Erde. Sie nehmen dafür ihre eigene Dragon-Kapsel. Erstmals waren zwei davon praktisch nebeneinander an der ISS geparkt.

(felt/dpa)