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Schlechtes Wetter: Discovery-Landung verzögert sich

Schlechtes Wetter : Discovery-Landung verzögert sich

Cape Canaveral (rpo). Wegen schlechten Wetters in Florida ist das erste Landemanöver der Discovery abgesagt. Eigentlich sollte das Shuttle um 10.46 Uhr auf der Erde aufsetzen. Jetzt will die Nasa das zweite Eintrittsfenster nutzen. Demnach kommt die Discovery frühestens um 12.20 Uhr nach Hause.

Man hoffe, dass sich die Bewölkung in den nächsten 90 Minuten noch auflöse, hieß es. Nach Angaben von Flugdirektor LeRoy Cain kann die "Discovery" bei Regen oder Gewitter nicht in Cape Canaveral aufsetzen. Die NASA kann die Landung bis Dienstag verschieben. An diesem Tag kämen zusätzlich zu Cape Canaveral zwei weitere Landeplätze in Betracht.

Die Rückkehr der "Discovery" ist die erste Landung einer US-Raumfähre seit der "Columbia"-Katastrophe vor zweieinhalb Jahren. Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ist der riskanteste Teil des Rückflugs: In dieser Phase war die "Columbia" wegen eines Schadens am Hitzeschild, den ein Stück abgebrochener Isolierschaum beim Start verursacht hat, auseinander gebrochen, alle sieben Astronauten an Bord kamen dabei ums Leben.

Auch an der "Discovery" platzte beim Start am 26. Juli ein Stück Schaum ab, außerdem soll es mehrere kleine Schäden an dem Shuttle geben. Sie werden die Landung der "Discovery" nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA aber nicht gefährden.

"Es gibt eine Menge Dinge, über die man sich Sorgen machen kann", sagte Cain. "Ich werde dafür bezahlt, mir Sorgen zu machen, und ich mache mir viele". Bis die alle aufgetretenen Probleme geklärt sind, hat die NASA alle Shuttle-Flüge ausgesetzt. Dennoch sei die "Discovery"-Mission ein voller Erfolg, sagte Astronaut Andrew Thomas am Sonntag an Bord der Raumfähre.

(afp)