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Wasserfilter im Test - Stiftung Warentest: So haben die Firmen abgeschnitten

„Kein einziger ist empfehlenswert“ : Alle Wasserfilter fallen bei Stiftung Warentest durch

Die deutsche Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat einen neuen Test veröffentlicht, bei dem verschiedene Wasserfilter miteinander verglichen wurden. Das Fazit: Ein Wasserfilter ist überflüssig.

Wasser ist lebensnotwendig, es steigert das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Empfohlen werden laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung etwa eineinhalb Liter Wasser pro Tag, bei Hitze steigt der Wert noch nach oben. Die meisten Menschen versuchen dieser Empfehlung nachzukommen und die Qualität ihres Wassers zu optimieren. So finden sich inzwischen in vielen Haushalten Wasserfilter, die das Trinkwasser weicher und sauberer machen sollen. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat verschiedene Geräte auf dem Markt geprüft und das Ergebnis fällt ernüchternd aus: „Kein einziger ist empfehlenswert“, so die Verbraucherorganisation.

Stiftung Warentest hat acht Wasserfilter untersucht, darunter kamen zwei Geräte von der Marke Brita und die restlichen von BWT, Philips, Amazon, Pearlco, Edeka und Yucona. Die ersten sechs Geräte enthielten die passenden Kannen des Anbieters, die Geräte von Edeka und Yucona waren mit Fremdkartuschen versehen, die jedoch vom jeweiligen Anbieter empfohlen wurden. Die beiden Geräte von Brita (Maxtra Marella Cool und Style Cool) kamen auf die Testnote befriedigend, Edeka, BWT und Philips, Amazon und Pearlco erhielten allesamt die Testnote ausreichend. Yucona dagegen bekam sogar die Testnote mangelhaft zugeschrieben.

In dem Test werden drei Unterkategorien aufgeführt: Filterleistung, Einträge durch den Filter (Silberionen, die ins Wasser gelangen) und Handhabung. Bei letzteren beiden schnitten bis auf den Filter von Yucona alle Geräte mit gut oder befriedigend ab. Bei der wichtigsten Unterkategorie Filterleistung kam allerdings keines der Geräte über die Note ausreichend, laut der Verbraucherorganisation enthärteten alle Geräte das Wasser schon nach wenigen Durchläufen so schlecht, dass der Einsatz eines Wasserfilters insgesamt unnötig wurde. Beim am schlechtesten bewertete Wasserfilter von Yucona gelangten sogar Schimmelpilze ins Wasser.

Zudem bemängelt die Verbraucherorganisation zwei weitere Aspekte: Die Geräte sind in der Anschaffung mit Kosten zwischen 13 und 22 Euro zwar vergleichsweise günstig, die Filterkartuschen schlagen mit einem Preis zwischen zwei und sieben Euro jedoch ordentlich zu Buche. Dies leitet direkt zum zweiten Punkt über: Der Filteranbieter Brita verspricht, dass die Filterkartusche erst alle vier Wochen gewechselt werden müsse. Um konsequent einen Wasser-Härtegrad von zehn Grad zu erreichen, so wie es vom deutschen Teeverband empfohlen wird, müssten die Kartuschen Stiftung Warentest zufolge jedoch alle ein bis zwei Wochen ausgetauscht werden.

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Das Fazit von Stiftung Warentest lautet daher: Filter sind überflüssig, die meisten deutschen Haushalte bräuchten ihr Trinkwasser nicht aufzubereiten. Denn in Deutschland lässt sich das Trinkwasser bedenkenlos trinken - zu dem Schluss kommen im Übrigen auch das Umweltbundesamt und die Verbraucherzentrale.

Wer trotzdem filtern mag, etwa um Kalkschlieren in der Teekanne zu verhindern, dem empfiehlt Stiftung Warentest den Brita Maxtra+. Dieser besitzt von allen geprüften Geräten noch die „beste“ Filterleistung. Die Kartusche muss jedoch wie oben bereits erwähnt häufiger getauscht werden als auf der Verpackung angegeben - etwa alle zwei Wochen. Eine Kartusche des Geräts kostet fünf Euro.