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Keine Tiefschlafphase wie bei Menschen üblich: Warum Vögel beim Schlafen nicht vom Baum fallen

Keine Tiefschlafphase wie bei Menschen üblich : Warum Vögel beim Schlafen nicht vom Baum fallen

Radolfzell (rpo). Schlafen Vögel denn nicht so fest wie Menschen? Zwar versinken Vögel nicht in eine Tiefschlafphase, der Grund für ihren stabilen Halt beim Schlaf auf Ästen in meterhohen Bäumen hängt mit ihrem Greifreflex zusammen.

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p class="text"><P>Radolfzell (rpo). Schlafen Vögel denn nicht so fest wie Menschen? Zwar versinken Vögel nicht in eine Tiefschlafphase, der Grund für ihren stabilen Halt beim Schlaf auf Ästen in meterhohen Bäumen hängt mit ihrem Greifreflex zusammen.

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p class="text">"Der Greifreflex in den Krallen ist bei Vögeln ein Automatismus", erläutert Ornithologe Günther Bauer von der Vogelwarte Radolfzell des Münchener Max-Planck-Institutes. "Während der Mensch Muskeln aktivieren muss, um etwas zu greifen, müsste ein Vogel im Gegensatz Muskelkraft aktivieren, um seinen Griff zu lösen", weiß der Experte. Das Greifen stellt somit bei Vögeln einen passiven Akt dar, während es bei Menschen ein aktiver Akt ist.

Die Schlafzeit ist bei Vögeln allerdings sehr unterschiedlich, wie Bauer betont. "Drosselartige schlafen nur ein bis drei Stunden", sagt der Vogelkundler. Auch versinken Vögel generell nicht in eine dem Menschen ähnliche Tiefschlafphase. Sie legen lediglich eine Art Ruhephase ein, um stets rechtzeitig vor Feinden fliehen zu können. Mit rund sechs Stunden schlafen so genannte Höhlenbrüter wie der Specht am längsten. "Die können es sich leisten, denn sie haben einen relativ sicheren Schlafplatz", erklärt Bauer.