Rätsel des Alltags: Warum verharren Asiaten in der Hocke?

Rätsel des Alltags : Warum verharren Asiaten in der Hocke?

Düsseldorf (rpo). Im asiatischen Raum sieht man in der Öffentlichkeit häufig Menschen in Hockstellung verharren. Woher kommt diese Körperhaltung, zumal die Körperstellung in unseren Breiten weitgehend unbekannt ist?

"Es gibt eine ganz einfache Erklärung", meint Horst Knopp, Professor am Institut für Geographie der Universität Erlangen-Nürnberg: Im asiatischen Raum sind unser Tisch und die Stühle erst im 19. Jahrhundert als Innovation "angekommen". Bis dahin saß man auf Kissen in Hockstellung am Boden, allenfalls um einen wenige Zentimeter hohen Tisch.

Die hockende Körper haltung ist also "im Ruhezustand", wie Knopp sagt, immer die normale gewesen; von klein auf hat sich jede neue Generation daran gewöhnt. Wobei gewöhnen hier tatsächlich von Gewohnheit kommt; die Haltung wurde nicht anerzogen.

Manch einer sieht in der Religion die Ursache für die Hocke. Dieser Einfluss kann aber ausgeschlossen werden, da die Körperhaltung im moslemischen, buddhistischen oder hinduistischen Raum verbreitet ist oder war. Horst Knopp: "Ungeklärt bleibt eher die Frage, warum wir auf Stühlen sitzen - aber das ist wohl so eine Frage wie mit dem Huhn und dem Ei."

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