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Bestätigt: Vogelgrippe erreicht auch Brandenburg

Bestätigt : Vogelgrippe erreicht auch Brandenburg

Potsdam/Schwedt (rpo). Die Vogelgrippe ist auch in Brandenburg ausgebrochen. Bei einem Höckerschwan und einer Wildente, die am Rand von Schwedt tot aufgefunden wurden, sei das aggressive Virus H5N1 entdeckt worden, sagte der Sprecher des Agrarministeriums, Jens-Uwe Schade, am Samstag in Potsdam.

Die beiden Tiere seien bereits in der vergangenen Woche unweit von Schwedt in unmittelbarer Nähe der polnischen Grenze gefunden worden, erklärte das Brandenburger Agrarministerium in Potsdam. Die polnischen Behörden seien unterrichtet worden. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, sagte Brandenburgs Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze in Criewen. Die Behörden richteten rund um den Fundort der beiden toten Tiere zwischen den Ortschaften Criewen und Schöneberg in der Uckermark einen Sperrkreis in drei Kilometer Umkreis ein. Die Polizei riegelte das Gebiet ab. Die betroffene Region in Deutschlands größtem Landkreis Uckermark wurde zum Beobachtungsbezirk erklärt. Dort gilt unbedingte Stallpflicht für alle Geflügelhalter. Schlachtungen wurden zunächst aber nicht angeordnet, da keinerlei Erkenntnisse vorlagen, wonach der Erreger von Wildvögeln auf Stalltiere übertragen wurde.

"Die Vogelgrippe hat Brandenburg erreicht", erklärte der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck. "Angesichts der seit Wochen und Monaten zu beobachtenden Entwicklung war ein Übergriff der Vogelgrippe auf Brandenburg nur noch eine Frage der Zeit", fügte er hinzu. Das Land sei jedoch gut für die Bekämpfung der Seuche gerüstet. "Die Tierseuche trifft uns nicht unvorbereitet. Jetzt kommt es darauf an, die erarbeiteten Pläne auch konsequent umzusetzen, alle notwendigen Schutzmaßnahmen für Menschen und Nutztiere einzuhalten sowie Ruhe und Besonnenheit zu bewahren", erklärte der Ministerpräsident.

(afp2)