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Elektrosmog im Kinderzimmer: Viele Babyphone belasten die Umwelt

Elektrosmog im Kinderzimmer : Viele Babyphone belasten die Umwelt

Frankfurt am Main (rpo). Viele Eltern schätzen das Babyphone. Doch der elektronische Babysitter ist nicht immer ungefährlich, wie die Zeitschrift "Öko-Test" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Von 22 untersuchten Babyphonen erhielten sieben Modelle nur die Note "ausreichend", zehn Geräte sogar "mangelhaft" oder "ungenügend". Als problematisch erwiesen sich die Strahlenbelastung und die Inhaltsstoffe.

Die meisten der heute eingesetzen Babyphone erreichen mit einer Sendefrequenz von 40 Megahertz und einer maximalen Sendeleistung von zehn Milliwatt Reichweiten von bis zu hundert Meter und sind, was die Strahlung angeht, eher unbedenklich. Problematisch allerdings sind so genannte Walkie-Talkies mit Babyphonefunktion, so die Experten von "Ökotest". Diese Geräte können Entfernungen von über fünf Kilometern überbrücken, senden allerdings im 446-Megahertz-Bereich mit bis zu 500 Milliwatt. Entsprechend hoch ist die Strahlungsstärke.

Die Strahlungsstärke überschritt bei allen getesteten Geräten die für beispielsweise Computer längst anerkannten Grenzwerte. Als besonders problematisch gelten zwei Geräte des Herstellers Philips. Hierbei handelt es sich um das Babyphone "SBC SC 484 DECT" und das Gerät "SBC SC 486 DECT".

Empfohlen wird von den Experten hingegen das Babyphone "Hama Babycontrol BC-434", mit 34,50 Euro zugleich das günstigste der getesteten Geräte. Auch das Modell "H&H MBF 1111", das rund 40 Euro kostet, schnitt im Test gut ab.

Darüber hinaus raten die Öko-Tester, möglichst viel Abstand zum Gerät zu halten. Die Belastung mit elektrischen Feldern reduziert sich schon bei einem Abstand von mehr als zwei Metern enorm. Zudem sollten Eltern mit der Empfindlichkeitseinstellung der Geräte experimentieren, denn das Babyphone sollte schließlich nur anspringen, wenn auch tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Die Zusatzbelastung durch elektromagnetische Funkstrahlung wird bei einem Gerät ohne Reichweitenkontrolle ebenfalls sicher vermieden.

(afp)