London Richard III. hatte eine große Nase und schmale Lippen

London · Der Fund des mehr als 500 Jahre alten Skeletts des englischen Königs Richard III. sorgt weiter für Aufsehen. Am Dienstag wurde eine Rekonstruktion seines Gesichts vorgestellt, die auf der Basis des gefundenen Schädels entstanden ist. Das Modell zeige den König, wie er "gelebt und geatmet" habe, hieß es vom Verein Richard-III-Society, der die Rekonstruktion in Auftrag gegeben hatte. Wissenschaftler der Universität Leicester hatten am Montag bestätigt, dass es sich bei den unter einem Parkplatz gefundenen Knochen um die Gebeine des Königs handelt.

Die nun vorgestellte Büste zeigt Richard III. mit großem Kinn, großer Nase, schmalen Lippen und herausstehenden Wangenknochen. Das Modell soll in Zukunft in einem Besucherzentrum gezeigt werden, das in der Nähe des Fundorts in der englischen Stadt Leicester eingerichtet wird. Es zeige, dass Richard III. keinesfalls der entstellte Tyrann gewesen sei, als den ihn seine Nachfolger gemalt hätten und als der er bis heute gelte, teilte der Verein mit.

(dpa)
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