Resistente Keime in vielen Schweinemast-Betrieben

Resistente Keime in vielen Schweinemast-Betrieben

Düsseldorf/Berlin (hüw) Antibiotikaresistente MRSA-Bakterien kommen in der konventionellen Schweinehaltung deutlich häufiger vor als in ökologischen Betrieben. Dies hat eine Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergeben. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums, das die Studie gefördert hat, waren in bis zu 60 Prozent der untersuchten herkömmlichen Betriebe MRSA-Bakterien nachweisbar, aber nur in 25 Prozent der ökologischen Betriebe. Ein Grund könnte sein, dass konventionelle Betriebe häufiger Tiere zukaufen als ökologische mit ihren zumeist geschlossenen Systemen. 98 bis 99 Prozent der aufgespürten Keime seien für den Menschen kaum gefährlich, heißt es. Die Untersuchung erstreckte sich auch auf Betriebe in NRW.

NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) sieht durch die Studie das Vorgehen des Landes gegen Antibiotika in der Tierzucht bestätigt: "Unsere Antibiotika-Studie aus dem November hat deutlich gemacht, dass wir ein massives Antibiotika-Problem in der Tiermast haben." NRW hatte im Herbst 2011 als erstes Bundesland eine Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Tiermast veröffentlicht. Demnach kamen neun von zehn Masthühnern während ihrer Mastzeit mit Antibiotika in Kontakt.

(RP)