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Nach Jahren im Winterschlaf: Raumsonde "Rosetta" ist aufgewacht

Nach Jahren im Winterschlaf : Raumsonde "Rosetta" ist aufgewacht

Die Kometensonde "Rosetta" ist nach jahrelangem "Winterschlaf" aufgewacht. "Rosetta" sei einsatzbereit, meldete die europäische Weltraumagentur ESA am Montagabend.

"Hallo, Welt!", twitterte die ESA in Anspielung auf das von "Rosetta" zur Erde gesandte Signal. Ein Webcast zeigte jubelnde Wissenschaftler im Kontrollzentrum in Darmstadt.

Das "Aufwachen" von "Rosetta" ist ein Meilenstein für die spektakuläre Kometenmission der ESA. Nach mehr als zehn Jahren im All soll die Sonde im Sommer den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko erreichen. "Rosetta" soll dann in eine Umlaufbahn um den Kometen einschwenken und im November das Landegerät "Philae" auf dem Vier-Kilometer-Brocken aus Eis, gefrorenem Gas und Staub absetzen.

Von der 2004 gestarteten Mission erwarten die Forscher Aufschlüsse über die Zusammensetzung von Kometen, die als Überbleibsel bei der Entstehung des Sonnensystems von 4,6 Milliarden Jahren gelten.

Der automatische Weckvorgang für die Instrumente an Bord der 810 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Sonde hatte am Montagvormittag begonnen. Die Wissenschaftler mussten mehr als acht bange Stunden ausharren, bis "Rosetta" schließlich das ersehnte Signal funkte. "Es war das Bilderbuch-Ende eines angespannten Kapitels", erklärte die ESA.

(AFP)