Pilze verbessern Holz für Geigenbau auf Stradivari-Qualität

Pilze verbessern Holz für Geigenbau auf Stradivari-Qualität

St. Gallen (RP) Bei einer guten Geige kommt es nicht nur auf die Fähigkeiten des Geigenbauers an, sondern auch auf die Qualität des Holzes. Der Geigenbauer Antonio Stradivari verwendete ein besonderes Holz, das während einer Kälteperiode zwischen 1645 und 1715 gewachsen war.

Geringe Dichte, hohe Schallgeschwindigkeit und hohe Biegesteifigkeit zeichneten das Holz aus. Der Holzforscher Francis W. M. R. Schwarze von der Schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt St. Gallen könnte bald ähnlich gutes Holz auch heute für den Geigenbau verfügbar machen. Er hat eine besondere Art von Pilzen entdeckt, die die beiden für den Geigenbau wichtigen Holzsorten Fichte und Ahorn so zersetzen, dass ihre Klangqualitäten verbessert werden. Gemeinsam mit den Geigenbauern Martin Schleske und Michael Rhonheimer baut er bereits Geigen aus pilzbehandeltem Holz, die im Konzert der Stradivari stark ähnelten.

(RP)
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