Fulda: Pflanztipps: Taglilie, Steckrübe und Kastanie

Fulda: Pflanztipps: Taglilie, Steckrübe und Kastanie

Gärtnerische Fachverbände haben die Pflanzen des Jahres 2018 gekürt. Auch der Ingwer gehört dazu.

Besonders schön, pflegeleicht oder stark gefährdet: Jedes Jahr küren gärtnerische Fachverbände Pflanzen des Jahres, auf die sie besondere Aufmerksamkeit lenken wollen. Etwa aus Gründen des Umweltschutzes und natürlich fürs Marketing. Aber: So mancher grüne Tipp ist auch eine schöne Idee für Hobbygärtner.

Staude des Jahres: Die Taglilie Die Taglilie hat einen Vorteil: Sie benötigt nur wenig, erläutert der Bund deutscher Staudengärtner, der den Titel vergeben hat. Das ist im Frühling eine Portion Volldünger, und alle paar Jahre im Herbst wird der Stock am besten geteilt. Das Teilen wird nur dann nötig, wenn die Pflanze blühfaul geworden ist. Die pflegeleichte Pflanze braucht einen sonnigen Standort. Viele Sorten vertragen aber auch Halbschatten. Der Bund rät, mit dem grasartige Laub der Taglilie verkahlende Stängel von Phlox und Astern in einem Bauerngarten kaschieren. Auffälligere Sorten passen eher neben schlanke und aufrechte Ziergräser, da diese nicht von den schönen Blüten ablenken.

Gemüse des Jahres: Die Steckrübe Die Steckrübe ist für den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) das Gemüse der Jahre 2017/18. Bekannt ist sie vor allem aus Geschichtsbüchern: Im sogenannten Steckrübenwinter 1916/17 während des Ersten Weltkrieges ersetzte sie die Kartoffel. Aber aus zwei Gründen erlebt sie gerade ein Comeback: Altes Gemüse wird wieder gerne in der modernen Küche verwendet. Und die Steckrübe gilt als kalorienarm und gesund. Die Steckrübe lässt sich zwischen Mitte Mai und Mitte Juni in einen humushaltigen und lehmigen Boden säen. Ist der Boden im Garten zu leicht, sollte man verstärkt gießen und düngen. Die VEN-Experten raten, auf einer Fläche von 30 bis 40 Zentimeter mal 40 Zentimeter vier bis fünf Samenkörner in die Erde zu geben. Davon bleibt die kräftigste unter den heranwachsenden Pflanzen stehen, der Rest wird entfernt. Die Ernte findet im Oktober statt, ist aber bis zum ersten stärkeren Frost und spätestens vor Weihnachten möglich.

Baum des Jahres: Kastanie Sie ist eine Investition in die Zukunft: Die Ess-Kastanie kann 25 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden - der perfekte Hausbaum. Zumal das markante Gehölz mit meist kurzem Stamm und einer breit geöffneten Krone auch aussieht, wie von Kindern gemalt. Vor allem kommt die Ess-Kastanie in Parks vor, erläutert die Stiftung Baum des Jahres. Sie vergab den Titel nach eigenen Angaben an die Ess-Kastanie, um damit eine Baumart ins Bewusstsein zu rücken, die in deutschen Wäldern nicht überall ins Auge sticht. Wer sie in den Garten setzen möchte, braucht einen warmen Standort.

Heilpflanze des Jahres: Ingwer

Ingwer lässt sich nur in milden Weinbauregionen im Freien ziehen, aber der Anbau im Haus gelingt dafür problemlos. Einfach im Frühling eine frische Knolle in einen Topf stecken. Gezogen wird die Pflanze aus etwa fünf Zentimeter langen Stücken, die mindestens ein Auge haben, erklärt der Verein Paracelsus. Die Stücke werden auf durchlässige Gartenerde gelegt und dünn mit dieser auch bedeckt. Eine Plastikfolie über dem Topf regt das Keimen an. Die Erde sollte der Gärtner feucht halten, aber Staunässe vermeiden. Ein heller, aber nicht zu sonniger Platz mit gleichbleibender Temperatur ist vorteilhaft.

(dpa)