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Bis zur Jahrhundertwende: Millionen Tote durch Klimawandel

Bis zur Jahrhundertwende : Millionen Tote durch Klimawandel

London (rpo). Der Klimawandel könnte weitaus dramatischere Folgen als bislang angenommen. Nicht nur immense finanzielle Schäden werden in den kommenden Jahren auflaufen, auch die Zahl der menschlichen Opfer wird kaum vorstellbare Dimensionen annehmen. Allein in Afrika südlich der Sahara befürchten Experten bis zur Jahrhundertwende 182 Millionen zusätzliche Tote.

Zu diesem Ergebnis kommt ein am Montag in London veröffentlichter Bericht der britisch-irischen Hilfsorganisation Christian Aid.

Die Erderwärmung in Folge des Klimawandels bedrohe die gesamte Welt, heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Das Klima der Armut - Fakten, Ängste und Hoffnung".

Am schlimmsten träfe es jedoch die Bewohner Schwarzafrikas. Dort seien Seuchen, Hunger und Krieg vorprogrammiert, heißt es in dem Bericht weiter. Als Beispiel nannte er die Situation in Kenia, wo es in den von Dürre besonders betroffenen Gebieten häufig zu schweren Verteilungskämpfen kommt.

Nach Auffassung der christlichen Hilfsorganisation tragen alle Beteiligten die Verantwortung für die Lösung des Problems, "internationale Institutionen, Regierungen, Organisationen wie Christian Aid ebenso wie jeder Einzelne".

Die britische Regierung forderte die Organisation auf, den Kohlendioxidausstoß im eigenen Land zu reduzieren und den armen Ländern beim Aufbau erneuerbarer Energien zu helfen.

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(afp2)