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Erwärmung verstärkt Turbulenzen: Klimawandel sorgt für unruhigeres Fliegen

Erwärmung verstärkt Turbulenzen : Klimawandel sorgt für unruhigeres Fliegen

Der Klimawandel wird einer neuen Studie zufolge das Fliegen für die Passagiere erheblich unruhiger machen. Forscher erwarten eine Zunahme der Turbulenzen um bis zu 40 Prozent in den kommenden 40 Jahren.

"Der Klimawandel sorgt nicht nur für die Erwärmung der Erdoberfläche, er verändert auch die Luftströmungen in der Atmosphäre, sagte einer der Autoren der Studie, Paul Williams vom britischen National Center for Atmospheric Science in Reading, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Dies betreffe besonders Luftschichten, in denen Flugzeuge üblicherweise unterwegs seien.

"Unserer Forschungen lassen erwarten, dass das Zeichen "Fasten seatbelts" ("Bitte anschnallen") in den nächsten Jahrzehnten häufiger zu sehen sein wird als bisher, sagte Williams weiter. Bei einer Verdopplung des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre verglichen mit dem vorindustriellen Niveau, wie es innerhalb der kommenden 40 Jahre zu erwarten sei, dürfte demnach die Stärke von Turbulenzen um zehn bis 40 Prozent zunehmen.

Ein Grund dafür ist der Studie zufolge nicht nur die Erwärmung selbst, sondern auch, dass sie ungleichmäßig verteilt erfolgen wird. Berichte von Vielfliegern legten sogar die Annahme nahe, dass der erwartete Effekt bereits heute spürbar sei. "Der Luftverkehr ist mitverantwortlich für den Klimawandel", sagte Williams. "Es ist eine Ironie, dass das Klima sich anscheinend dafür rächt, indem es das Fliegen turbulenter macht."

(AFP/jre)