„Stunde für die Erde“ am Samstag Eine Stunde Licht-Verzicht für das Klima

Berlin · Weltweit werden am Samstagabend Sehenswürdigkeiten für den Umweltschutz in Dunkelheit gehüllt. In Deutschland geht es bei der „Stunde für die Erde“ auch um ein anderes politisches Klima.

Sehenswürdigkeiten wie der Kölner Dom bleiben während der Earth Hour unbeleuchtet (Symbolbild).

Sehenswürdigkeiten wie der Kölner Dom bleiben während der Earth Hour unbeleuchtet (Symbolbild).

Foto: dpa/Roberto Pfeil

Unter dem Motto „Deine Stunde für die Erde!“ ruft die Umweltstiftung WWF an diesem Samstag (23. März) wieder zur Earth Hour auf. Um 20.30 Uhr werden demnach zahlreiche Menschen in aller Welt für eine Stunde die Lichter ausschalten. Mit der friedlichen Protestaktion wollen die Initiatoren nicht nur ein Zeichen für das meteorologische Klima, sondern auch für ein anderes politisches Klima setzen: „Der aktuelle Zeitgeist ist angespannt. Krisen, Konflikte und Kriege beschäftigen die Menschen sehr. Wir wollen in diesem Jahr die Earth Hour als Moment füreinander, für unsere Erde nutzen und gemeinsam zeigen: Wir stehen ein für mehr Klimaschutz, für gegenseitigen Respekt, für Demokratie“, erklärte Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland. Es gehe auch darum, sich gegen einen Rechtsruck und die damit einhergehende Leugnung von Klimakatastrophen zu stellen.

In Deutschland haben laut WWF mehrere Hundert Gemeinden ihre Teilnahme zugesagt. Die Lichter gehen bei berühmten Bauwerken genauso wie an und in Büros und Wohnungen aus. Auch das Brandenburger Tor in Berlin bleibt in dieser Stunde laut einer WWF-Sprecherin unbeleuchtet.

Fotos aus aller Welt zur Earth Hour 2023
14 Bilder

Bilder aus aller Welt zur Earth Hour 2023

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Foto: AP/Markus Schreiber

Neben dem einstündigem Verzicht auf Licht kann sich laut WWF jeder auch schon vor der Aktion für das Klima einsetzen: In einer „Hour Bank“ zählt die Stiftung seit dem 1. März jede einzelne Stunde zusammen, die sich Menschen für Klima oder Demokratie einsetzen. Verschiedene Aktivitäten stehen zur Auswahl, unter anderem Putzaktionen in der Nachbarschaft oder umweltschonendes Kochen oder Wäschewaschen.

Der WWF hatte die globale Klima- und Umweltschutzaktion 2007 in Australien ins Leben gerufen - als Zeichen dafür, dass die Menschheit sich besser um die Erde kümmern muss. In diesem Jahr findet die Earth Hour bereits zum 18. Mal statt. Mittlerweile wird die „Stunde der Erde“ laut WWF auf allen Kontinenten begangen.

In den vergangenen Jahren haben sich demnach tausende Städte in 192 Ländern beteiligt. Allein in Deutschland hatten 2023 rund 580 Städte und Gemeinden teilgenommen.

(esch/dpa)
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