CO2-Emissionen in EU: Kohlendioxid-Ausstoß 2017 um 1,8 Prozent gestiegen

CO2-Emissionen in EU : Kohlendioxid-Ausstoß 2017 um 1,8 Prozent gestiegen

Trotz der Anstrengungen im Kampf um die Verminderung der CO2-Emissionen in der EU sind die gemessenen Treibhausgas-Austöße aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas im vergangenen Jahr das dritte Jahr in Folge gestiegen.

Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhte sich der Ausstoß des Treibhausgases im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent. Deutschland verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent. Grund war vor allem eine deutlich geringere Kohleverstromung.

Die EU insgesamt hatte zuletzt im Jahr 2014 einen Rückgang der CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger verzeichnet. Sie gingen damals um fünf Prozent zurück. 2015 gab es dann einen Anstieg um 0,7 Prozent und 2016 um 0,4 Prozent.

Malta mit größtem Anstieg

Den stärksten Anstieg verzeichneten 2017 nun Malta (12,8 Prozent), Estland (11,3 Prozent), Bulgarien (8,3 Prozent), Spanien (7,4 Prozent) und Portugal (7,3 Prozent). Die höchsten Rückgänge hatten Finnland (-5,9 Prozent), Dänemark (-5,8 Prozent) und Großbritannien (-3,2 Prozent).

Eurostat verweist darauf, dass die Zahlen häufig schwanken und unter anderem vom Wirtschaftswachstum und den klimatischen Bedingungen in einem Jahr beeinflusst werden. Vor allem in Südeuropa gab es 2017 starke Trockenheit, womit die Stromerzeugung aus Wasserkraft vielfach durch Kohleverbrennung ersetzt werden musste.

In Deutschland ging dagegen nach Eurostat-Angaben der CO2-Ausstoß durch Kohle im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent deutlich zurück. Gleichzeitig kam es aber zu Anstiegen bei der Verbrennung von Erdgas (3,3 Prozent) und Öl (2,3 Prozent).

(felt)
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