Vor der Küste Australiens Korallenbleiche im Great Barrier Reef schlimmer als jemals zuvor

Sydney · Eine Behörde in Australien legt neue schockierende Berichte und Aufnahmen zum Great Barrier Reef vor: Das Riff ist zum fünften mal von einer massiven Korallenbleiche heimgesucht worden.

 Auf diesem Unterwasserfoto schnorchelt die Meeresbiologin Anne Hoggett, um gebleichte und abgestorbene Korallen am Great Barrier Reef zu untersuchen und aufzuzeichnen.

Auf diesem Unterwasserfoto schnorchelt die Meeresbiologin Anne Hoggett, um gebleichte und abgestorbene Korallen am Great Barrier Reef zu untersuchen und aufzuzeichnen.

Foto: AFP/DAVID GRAY

Das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens ist nach Behördenangaben von der schlimmsten jemals beobachteten Korallenbleiche heimgesucht worden. „Die kumulativen Auswirkungen auf das Riff in diesem Sommer waren höher als in den Sommern zuvor“, erklärte die Meeresparkbehörde am Mittwoch.

Der Behörde zufolge zeigen Luftaufnahmen, dass etwa 730 der mehr als 1000 Riffe von der Korallenbleiche betroffen sind. Es ist die fünfte massive Korallenbleiche im Great Barrier Reef in acht Jahren.

Wenn die Wassertemperatur zu sehr steigt, tritt das Phänomen der Korallenbleiche auf. Die Korallen stoßen dann die in ihnen lebenden Algen ab, die ihre primäre Nahrungsquelle sind. Die Korallen verlieren in der Folge ihre Farbe und geraten in Lebensgefahr. Es besteht allerdings Hoffnung auf Erholung, wenn die Temperaturen sinken und andere Faktoren wie die Überfischung und Verschmutzung reduziert werden.

Das Great Barrier Reef beherbergt unter anderem mehr als 600 Korallen- und über 1600 Fischarten. Seit Jahrzehnten leidet es unter immer neuen Korallenbleichen.

(boot/AFP)
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