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Ausstellungen: Große Kunst 2017

Ausstellungen : Große Kunst 2017

Die Museen und Galerien in NRW warten dieses Jahr mit vielen Höhepunkten auf. Eine Auswahl von Ausstellungen, auf die man gespannt sein darf.

Otto Dix in Düsseldorf, Gerhard Richter in Köln und Edouard Manet in Wuppertal. Außerdem wird ein 500. Geburtstag gefeiert - diese und viele weitere Ausstellungen sollten Sie in diesem Jahr nicht verpassen.

Als Otto Dix in Düsseldorf lebte

Otto Dix (1891-1969) verbrachte von 1922 bis 1925 intensive Schaffensjahre in Düsseldorf. Seine Porträts fixieren schonungslos die Gesellschaft und zeugen mit analytischer Schärfe vom Glanz und Elend der 1920er Jahre. Die Kunstsammlung NRW stellt mit über 200 Gemälden, Aquarellen und Grafiken aus nationalen und internationalen Sammlungen diese Schaffensperiode Otto Dix' erstmals umfassend vor.

Otto Dix: Der böse Blick; Kunstsammlung NRW (K20), Düsseldorf, 11. Februar bis 14. Mai

Neues von Gerhard Richter

Das Oeuvre des seit 1983 in Köln lebenden Malers und vielleicht bedeutendsten Künstlers unserer Zeit fasziniert durch ein Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität. Die Ausstellung zeigt neue, im Jahr 2016 entstandene abstrakte Gemälde. Parallel dazu werden wegweisende Werke von Richter aus der Sammlung des Museum Ludwig präsentiert.

Gerhard Richter: Neue Bilder; Museum Ludwig, Köln, 9. Februar bis 1. Mai

Zum Geburtstag eines Kunststars

Anlässlich des 500. Geburtstages des italienischen Malers Jacopo Tintoretto startet das Wallraf-Richartz-Museum den internationalen Reigen von hochkarätigen Ausstellungen. In "Tintoretto - A star was born" widmet sich die Kölner Gemäldegalerie erstmals dem Frühwerk des Meisters, der zu den produktivsten und einflussreichsten Künstlern aller Zeiten gehört. Hierfür werden zahlreiche, kostbare Leihgaben aus der ganzen Welt an den Rhein geholt.

Tintoretto - A star was born; Wallraf-Richartz-Museum, Köln, 6. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018

Retrospektive für Maria Lassnig

Maria Lassnig (1919-2014) gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation. Mit einer umfassenden Retrospektive würdigt das Museum Folkwang ihr Werk anhand von herausragenden Gemälden und Filmen. Ausgangspunkt und Gegenstand ihres Schaffens war die Auseinandersetzung mit den eigenen Körperempfindungen und deren Umsetzung ins Bild. Deshalb bilden Lassnigs Selbstporträts, ihre Reflexionen des Malprozesses im Bild sowie die eindrucksvollen Darstellungen von Körpern, die mit Gegenständen verschmelzen, den Mittelpunkt der Präsentation.

Maria Lassnig; Museum Folkwang, Essen, 10. März bis 21. Mai

Kunst und Kommerz

Kunst und Kaufen sind zwei Phänomene, die eng zusammenhängen und doch weit auseinander zu liegen scheinen. Die breit angelegte Ausstellung bringt sie in Kunstwerken vom 15. Jahrhundert bis heute zusammen, vom Kupferstich bis zur Videoinstallation ist Sämtliches vertreten.

Let's buy it! Kunst und Einkauf. Von Albrecht Dürer über Andy Warhol bis Gerhard Richter; Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, 22. Januar bis 14. Mai

Im Dialog mit dem Raum

Der belgische Künstler Hans Op de Beeck arbeitet in fast allen künstlerischen Medien: an Skulpturen und Installationen, Gemälden, großformatigen Aquarellen und Zeichnungen, Animationen und Videos. Die Auswahl seiner Werke für die Ausstellung im Museum Morsbroich sind im Dialog mit den Räumen inszeniert. Der Besucher kann sie betreten, teils mit Füßen, teils in Gedanken.

Hans Op de Beeck: The Silent Castle; Museum Morsbroich, Leverkusen, 12. Februar bis 30. April

Manets ganzes Oeuvre

Gastieren zurzeit noch Werke von Degas und Rodin im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum, so ziehen im Herbst dieses Jahres Gemälde Edouard Manets in die Kunsthalle. Die Schau präsentiert das ganze Oeuvre des Wegbereiters der modernen Malerei, von den ersten Versuchen als Schüler zu den letzten strahlenden Gartenbildern aus Rueil 1882. Im Zentrum steht dabei Edouard Manets Verhältnis zur Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts.

Edouard Manet, Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal, 24. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018

Lieblingsstücke der Sammlung

Anlässlich des 20. Jahrestages der Museumseröffnung im Schloss Moyland haben 82 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Schlossmuseums Moyland ihr Lieblingswerk aus der Sammlung ausgewählt. In sehr persönlichen Geschichten, die Teil der Ausstellung sind, haben sie die individuellen Beweggründe für ihre Auswahl erzählt. Mit fast 100 Werken von 55 Künstlern bietet die Ausstellung zugleich einen facettenreichen Überblick über nahezu alle Bereiche der Sammlung und Teile des Joseph-Beuys-Archivs.

Liebling Moyland: Unsere Sammlung - Deine Geschichte, Museum Schloss Moyland, Kleve, 19. Februar bis 18. Juni

Ausflug nach Amsterdam

Das Van Gogh Museum in Amsterdam hat mit etwa 1800 französischen Drucken aus der Zeit des Fin de siècle (1890-1905) eine der weltweit größten Drucksammlungen. Die Ausstellung führt den Besucher in die französische Hauptstadt und konzentriert sich sowohl auf Drucke, die damals ausschließlich in privaten Sammlungen gezeigt wurden, als auch auf solche, die auf weltberühmten Postern zu sehen waren. "Drucke aus Paris" soll beide Welten wieder zum Leben erwecken und ein nuanciertes Bild des kulturell vielseitigen Lebens in Paris zeichnen.

Drucke aus Paris um 1900: Von der Elite zur Straße, Van Gogh Museum, Amsterdam, 3. März bis 11. Juni

(RP)