Korallenriff vor Australien in 50 Jahren zerstört?: Globale Erwärmung bedroht Great Barrier Reef

Korallenriff vor Australien in 50 Jahren zerstört? : Globale Erwärmung bedroht Great Barrier Reef

Sydney (rpo). Falls der Ausstoß von Treibhausgasen nicht noch weiter reduziert wird, wird die Erwärmung des Meeres nach Expertenansicht dazu führen, dass das Korallenriff Great Barrier Reef vor der Küste Australiens in 50 Jahren zerstört ist.

Die globale Klimaerwärmung stellt nach Angaben von Meeresforschern eine drastische Gefahr für das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens dar. Falls keine umfassenden Schutzmaßnahmen ergriffen würden, könnte das Korallenriff in 50 Jahren zerstört sein, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des australischen Instituts für Meeresforschung. Vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen müsse noch stärker reduziert werden. Ansonsten würde sich das Meer weiter erwärmen und das Riff ausbleichen.

Auf Grund des Klimawandels könne die Meerestemperatur am Great Barrier Reef um bis zu 4,5 Grad steigen, hieß es in dem Bericht weiter. Schon eine Erwärmung um ein Grad über den Monatsdurchschnitt im Sommer könne zu einem Algensterben führen, was wiederum ein Ausbleichen des Riffs zur Folge hätte. Das Riff vor Queensland ist mit einer Gesamtfläche von fast 350.000 Quadratkilometern der größte Insel- und Korallenkomplex der Welt. Das artenreiche fragile Ökosystem, das von den Vereinten Nationen zum Weltkulturerbe erklärt wurde, besteht aus mehr als 2.600 einzelnen Riffen und 300 Inseln.

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