Geldprobleme behindern Kampf gegen Aids

Geldprobleme behindern Kampf gegen Aids

Genf (RP) Die Folgen der Finanzkrise haben auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreicht. Bei der Eröffnung der WHO-Jahrestagung betonte Generaldirektorin Margret Chan, dass trotz aller Sparzwänge die Arbeitsfähigkeit der Organisation als "Beschützerin der Gesundheit einschließlich des Rechts auf Gesundheit" nicht gefährdet werden dürfe.

Dies gelte besonders für den Kampf gegen Aids. Dank wirksamer Therapien unter Einsatz teurer Medikamente seien große Fortschritte erreicht worden. Sie böten die Chance, die Verbreitung des Aids-Erregers stark zu reduzieren. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass das UN-Ziel erreicht werde, bis 2015 etwa 15 Millionen HIV-Infizierte mit den Arzneimitteln zu behandeln. Erhebliche Kosten werden laut Chan durch die Bekämpfung nicht ansteckender Krankheiten wie Bluthochdruck und Fettleibigkeit verursacht. Weltweit habe inzwischen jeder dritte Erwachsene Bluthochdruck, jeder zehnte Diabetes. Vertreter kritisierten, dass die WHO lediglich über 20 Prozent der staatlichen Beiträge flexibel entscheiden könne. Das Haushaltsloch der WHO liegt bei 235 Millionen Euro.

(RP)