Nobelpreise 2019: Warten auf die Gewinner - Medizin-Entscheidung am Montag

Kategorie Medizin am Montag : Gespanntes Warten auf die Gewinner der Nobelpreise 2019

Die Nobel-Preise werden in dieser Woche verliehen: Am heutigen Montag wird zunächst der Preisträger in der Kategorie Medizin bekanntgegeben. Die Preise sind mit rund 830.000 Euro dotiert.

In dieser Woche wird das Stockholmer Karolinska-Institut bekanntgeben, welche Persönlichkeiten für ihr Wirken mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden. Der Preis zählt zu den bedeutendsten der Welt – und ist mit neun Millionen schwedischen Kronen dotiert. Das entspricht etwa 830.000 Euro. Zum Auftakt der Nobelwoche sollen zunächst die Preisträger in der Kategorie Medizin benannt werden. Bis Ende der Woche folgen die Auszeichnungen in Physik, Chemie, Literatur und Frieden – und nächste Woche Montag schließlich der Wirtschaftsnobelpreis. Offiziell geehrt werden die Preisträger allerdings erst am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Wie in den Kategorien Physik und Chemie geht der Nobelpreis für Medizin an bis zu drei Forscher gleichzeitig. Im vergangenen Jahr wurden etwa die Immunologen James Allison aus den USA und Tasuku Honjo aus Japan für die Entwicklung spezieller Krebstherapien geehrt. Davor wurden bereits Wissenschaftler ausgezeichnet, die die Innere Uhr, den menschlichen Orientierungssinn, das Recycling-System in Körperzellen oder die Zellalterung erforscht haben. Bisher wurde der Medizinnobelpreis 109 Mal vergeben, insgesamt wurden 216 Menschen geehrt – darunter nur zwölf Frauen.

Die Preisträger erhalten neben dem Preisgeld auch die begehrten Nobel-Urkunden. Der Preisstifter Alfred Bernhard Nobel (1833 bis 1896), der unter anderem das Dynamit erfand, hatte in seinem Testament festgehalten, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte. Die Zinsen daraus sollten als Preise denjenigen zugutekommen, die der Menschheit im jeweils zurückliegenden Jahr den größten Nutzen geleistet haben. Zum ersten Mal wurden die Nobelpreise in fünf Kategorien im Jahr 1901 verliehen, seit 1968 gibt es zudem den Wirtschaftsnobelpreis.

Alle Preise werden in Stockholm verliehen – mit Ausnahme des Friedensnobelpreis: Er wird in Oslo vergeben. Wer den Friedensnobelpreis in diesem Jahr erhalten wird, ist ebenfalls ungewiss. Häufig geht der Preis an Friedenskämpfer, die international nicht so sehr im Rampenlicht stehen. In den vergangenen Jahren hat die Jury aber auch einige berühmte Preisträger gekürt: 1964 etwa erhielt der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. den Friedensnobelpreis – ein Jahr nach seiner weltberühmten Rede „I have a Dream“. 1979 wurde die von Papst Franziskus inzwischen heiliggesprochene Mutter Teresa mit dem Preis ausgezeichnet, 1993 der südafrikanische Nationalheld Nelson Madela. 2009 erhielt Barack Obama den Preis. Erster deutscher Preisträger war im Jahr 1971 Willy Brandt. Mit der Auszeichnung wurde er für seine Ostpolitik geehrt, die zur Entspannung im Kalten Krieg beitrug.

Wer dieses Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird, soll am Freitag bekanntgegeben werden. Als aussichtsreiche Anwärterin wird die 16 Jahre alte Klima-Aktivistin Greta Thunberg aus Schweden gehandelt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind bisherige Friedensnobelpreisträger

(cka/dpa)
Mehr von RP ONLINE