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Künstliche Nase für medizinische Wirkstoffe: Neue kostengünstige Untersuchungsmethode

Künstliche Nase für medizinische Wirkstoffe : Neue kostengünstige Untersuchungsmethode

Düsseldorf (rpo). Mit einem neuen Biochip untersuchen Wissenschaftler die 800 bekannten Laucharten, zu denen auch der Knoblauch gehört, auf medizinisch wirksame Inhaltsstoffe. Die neue Untersuchungsmethode ermöglicht den Forschern schneller und kostengünstiger zu arbeiten. Dies berichtet "National Geographic Deutschland" in der April-Ausgabe des Magazins.

Knoblauch schützt bekanntermaßen vor Pilz- und Virusinfektionen, senkt den Cholesterinspiegel und den Blutdruck. Besonders wirksame Stoffe des Knoblauchs sind die schwefelhaltigen Cysteinsulfoxide, welche vermutlich auch in den anderen Laucharten der Gattung Lauchgewächse enthalten sind.

Mit Hilfe des neuen Biosensors, den Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, der Fachhochschule Aachen und der Universität Bonn entwickelt haben, läßt sich der Gehalt an Cysteinsulfoxiden jetzt leichter ermitteln. Er besteht aus einem wenige Millimeter großen Siliziumchip. Darauf ist das Enzym Alliinase aufgetragen.

Der Kontakt mit Cysteinsulfoxid führt in dem Chip zu einer chemischen Veränderung, aus der die Forscher direkt ablesen können, wie viel Wirkstoff die Probe einer bestimmten Pflanze enthält. Bisher war diese Untersuchungsmethode mit viel Zeit und Geld verbunden.