Krebsrisiko gering: Körperscanner: Strahlenbelastung minimal

Krebsrisiko gering : Körperscanner: Strahlenbelastung minimal

Chicago (RPO). Die Strahlenbelastung durch Körperscanner an Flughäfen ist minimal. Dies zeigt eine Studie zu den in den USA immer häufiger eingesetzten Röntgengeräten. Während des Flugs sei die Strahlung durch die Höhe weit stärker, betonen sie.

Für 100 Millionen Fluggäste, die pro Jahr 750 Millionen Flugreisen antreten, rechnen US-Forscher auf lebenslange Sicht mit sechs resultierenden Krebserkrankungen.

Die in Deutschland umstrittenen Ganzkörperscanner werden in den USA schon an rund 80 Flughäfen eingesetzt. Manche der Geräte funktionieren mit Röntgenstrahlen. Das damit verbundene Krebsrisiko sei gering, betonen die Forscher der Universität von Kalifornien.

Eine medizinische Röntgenuntersuchung der Brust entspricht demnach der Strahlendosis von etwa 1000 Flughafen-Scans, bei einem Mammogramm wären es 4000, bei einem CT von Bauchraum und Becken sogar 200.000 Scans.

Die Forscher kalkulieren im Fachblatt "Archives of Internal Medicine", dass die Detektoren bei 100 Millionen Fluggästen, die pro Jahr 750 Millionen Flüge absolvieren, im Lauf des Lebens etwa sechs Krebserkrankungen auslösen. "Diese sechs Erkrankungen müssen im Kontext jener 40 Millionen Krebsfälle betrachtet werden, die in der Lebensspanne eintreten würden", betonen die Forscher.

Die Strahlenlast durch die Kontrollen stehe in keinem Verhältnis zu jener Dosis, die während des Flugs in großer Höhe auftritt. "Fluggäste sollten keine Angst vor Gesundheitsgefahren durch die Scans haben, denn die sind wirklich unbedeutend" schreiben die Forscher. "Wer wegen dieser Strahlung besorgt ist, sollte das Fliegen insgesamt überdenken, denn der Großteil des zwar geringen, aber existenten Strahlungsrisikos entsteht beim Flug und nicht durch den kurzen Kontakt bei der Kontrolle."

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2010: De Maiziere testet Körperscanner

(apd/jre)